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DFB trotz EM-Pleite mit finanziellem Plus

Imageschaden, aber Millionengewinn

München - Der Imageschaden ist riesig, doch wenigstens hat die sportliche Pleite der deutschen Nationalmannschaft bei der Euro 2000 für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) keinen finanziellen Schaden angerichtet. Der DFB, der sich vor allem die Prämien für seine EM-Versager sparen kann, wird als Tabellenletzter der Vorrundengruppe A sogar noch mit einem Millionengewinn aus dem gescheiterten EM-Unternehmen herausgehen.

Einnahmen in Höhe von 7,3 Millionen Mark, die von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für Prämien und Spesen gezahlt werden, stehen Ausgaben von rund vier Millionen Mark gegenüber. "Wir müssen erst genau Bilanz ziehen. Aber wir werden nicht draufzahlen. Doch dieser Punkt ist ohnehin der unwesentlichste an der ganzen EM. Der Imageschaden ist weitaus höher", sagte DFB-Direktor Bernd Pfaff nach dem blamablen Vorrundenaus.

DFB spart jetzt die Prämien, aber ...

150.000 Mark Prämie hatte der größte und reichste Sportfachverband der Welt pro Spieler für die Titelverteidigung ausgelobt. Die kann sich der DFB nun genauso sparen wie etwa die Hälfte des geplanten Etats von 7,5 Millionen Mark. Die waren für Unterkunft, Verpflegung, Reisen, Abstellungsgebühren an die Bundesliga (6.000 Mark pro Spieler und Spiel), Versicherungsprämien und die medizinische Abteilung veranschlagt.

...von den Sponsoren gibt´s trotzdem Geld

"Allerdings kommen jetzt noch einige Kosten auf uns zu, weil wir die bereits gebuchten Hotels mit einem gewissen Prozentsatz weiterzahlen müssen. Ich wäre auch froh gewesen, wenn wir den Spielern ab dem Viertelfinale Prämien hätten zahlen müssen", erklärte Pfaff. Die Uefa-Einnahmen für den DFB wären in diesem Fall aber auch gestiegen. Als Europameister hätte der Verband rund 22 Millionen Mark eingesteckt.

Die Spieler werden nach ihren indiskutablen EM-Leistungen am Jahresende trotzdem noch belohnt. Sie erhalten je nach Einsätzen im Jahr 2000 aus dem Wirtschaftspool der DFB-Sponsoren einen Anteil. Und der liegt bei einigen immer noch im sechsstelligen Bereich.

sid - Foto:

Geändert am 23. Juni 2000 15:00 von sab
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