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Italien gegen Rumänien: Spielt Superstar Del Piero?

Dino Zoff macht es spannend

Brüssel - Italiens Fußball-Genius Alessandro Del Piero erregt einmal mehr die Gemüter der Tifosi: Spielt er oder spielt er nicht?, lautet vor dem EM-Viertelfinale der "Squadra Azzurra" am Samstag (20.45 Uhr/live in der ARD) in Brüssel gegen Rumänien die Gretchenfrage.

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Er bewegt die Gemüter:
Alessandro Del Piero.

Fakt ist bislang nur: Beim Donnerstagtraining ließ Trainer Dino Zoff den Star von Juventus Turin, der bisher nur beim für Italien bedeutungslosen Vorrundenabschluss gegen Schweden in der Anfangsformation gestanden hatte, sogar in der "A-Elf" ran.

Presse fordert den Publikumsliebling

War es die Berufung Del Pieros zum Stammspieler oder eine Verschleierungstaktik von Zoff? Ersteres, hoffen auch die Medien. "Lieber Zoff, finde bitte einen Platz für diesen Mann als zwölftem Stammspieler. Seine Qualität und seine Phantasie könnte uns ins Finale kommen lassen", schrieb die renommierte Gazzetta dello Sport sogar in ihrem Leitartikel und appellierte an "Dino Nazionale", den Supertechniker von dessen Qualen als Ergänzungsspieler zu erlösen. Publikumsliebling Del Piero soll Rumäniens "Vampiren" - so die fast einhellige Meinung auf dem Apennin - im König-Baudouin-Stadion von Beginn an einheizen.

Francesco Totti ist im Sturm gesetzt

Durchaus möglich erscheint, dass Francesco Totti (AS Rom) diesmal als einzige Spitze operiert und das "Juve"-Gespann Del Piero und Filippo Inzaghi als Offensivduo dahinter agiert. "Totti ist in Bestform. Ich werde voll auf ihn setzen. Del Piero und Inzaghi werden ihn unterstützen", erklärte Zoff. Ob dies von Anfang der Fall sein wird, ließ er aber offen. Totti sieht sich nicht als Konkurrent von Del Piero und schwärmt vielmehr: "Als Gespann sind wir unbezwingbar."

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Optimistisch: Trainer Dino Zoff.

Grenzenlose Euphorie

Nach den drei Vorrundenerfolgen ist der Optismus im italienischen Lager auf jeden Fall grenzenlos. "Wir besitzen eine geschlossene Mannschaft. Drei Spiele haben wir gewonnen und drei weitere werden wir gewinnen", prophezeite Demetrio Albertini und hat damit den zweiten EM-Triumph nach 1968 fest einkalkuliert. Er zollte auch Zoff ein Riesenlob: "Er hat das richtige Klima aus Vertrauen und Optimismus geschaffen." Dies hat auch Del Piero erkannt und sich bislang in die Rolle als "zwölfter Mann" gefügt und die Faust - wenn überhaupt - in der Tasche geballt.

Seit 20 Jahren nicht mehr
gegen Rumänien gewonnen

Die Rumänen, die durch einen 3:2-Sieg gegen England das Viertelfinale erreicht hatten, werden von den Millionären aus der Serie A aber keineswegs auf die leichte Schulter genommen. Seit 20 Jahren (16. Februar 1980) haben die "Azzurri" kein Länderspiel mehr gegen Rumänien gewonnen und zuletzt sogar zweimal verloren.

Spielmacher Hagi wieder dabei

Die Mannschaft um Superstar Gheorghe Hagi, der nach seiner Gelbsperre mit frisch geschorenem Bürstenhaarschnitt wieder in die Stammelf zurückgekehrt und seinen 125. internationalen Einsatz bestreitet, hat allerdings arge Personalsorgen. Gheorghe Popescu (Wadenverletzung) sowie Dan Petrescu, Cosmin Contra und Adrian Ilie (jeweils Gelbsperre) stehen nicht zur Verfügung. "Wir haben die nötigen Waffen, Italien zu schlagen. Aber die italienische ist eine andere als die englische Mannschaft: sehr solide und kompakt. Wir können uns keine Fehler leisten", meinte der Wolfsburger Bundesligaprofi Dorinel Munteanu.

Von Ralph Durry und Dietmar Kramer, sid - Fotos: dpa, AP

Geändert am 23. Juni 2000 14:40 von sab
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