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Lothar wieder nach New York: Erstes Training am Montag

MetroStars haben Matthäus noch lieb

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Abschied mit einer Träne im
Knopfloch: Jetzt muss Lothar
wieder bei den MetroStars ran.

New York - Aus Europa verabschiedete er sich mit einem verbalen Foul gegen die Nationalmannschaft und ihre Kritiker, doch Lothar Matthäus kann sich trösten: Auf der anderen Seite des großen Teichs wird er am Samstag mit offenen Armen empfangen, sehnsüchtig erwartet, so scheint es, von seinen New York/New Jersey MetroStars.

"Wir freuen uns, dass Lothar wieder da ist. Er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft" - warme Worte, die dem Rückkehrer runtergehen dürften wie Öl, gesprochen immerhin von Tab Ramos, dem Mannschaftskapitän.

Ohne Lothar plötzlich nach oben

Die Vorfreunde erscheint überraschend: Ehe Lothar sich zur Europameisterschaft verabschiedete, siechten die MetroStars dahin, mit ihm reichte es nur zu drei Siegen in neun Spielen. Ohne den 39 Jahre alte Weltrekord-Nationalspieler kam die bislang schlechteste Mannschaft der US-Profilga MLS plötzlich in Schwung: sechs Spiele, nur eine Niederlage, Tabellenplatz eins in der Ost-Division zum Greifen nahe. Und trotzdem sagt Kapitän Ramos: "Wir brauchen ihn, mit Lothar sind wir ein besseres Team."

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Schnell weg aus Vaals: Matthäus.

Seelenmassage vom Trainer

Und fast scheint es, als wollten sich die MetroStars auch gleich zu Seelen-Therapeuten für ihrem Import aus "good old germany" machen. Selbst Trainer Octavio Zambrano legt sich ins Zeug. In den ersten neun Spielen setzte er Matthäus auf fünf verschiedenen Positionen ein, nun verspricht er ihm seine Lieblings-Job: "Lothar hat jede Rolle gespielt, die ich von ihm verlangt habe. Es gibt aber keinen Zweifel daran, dass er sich als Libero am wohlsten fühlt. Wir werden ihn deshalb dort einsetzen, wo er uns am meisten bringt."

Dooley: Es ist eine Schande,
wie er abreisen musste

Streicheleinheiten gibt es auch von Tom Dooley, der seinen Posten als Abwehrchef zu Gunsten von Matthäus nun räumen muss. "Es ist eine Schande, wie er aus Deutschland abreisen musste", beklagt der ehemalige Bundesliga-Profi und prognostiziert, dass zumindest der Karriere-Ausklang des "ewigen Lothar" in New York positiv verlaufen wird, obwohl der Weltrekordler bisher nicht überzeugen konnte: "Ist doch klar. Lothar tanzte auf zwei Hochzeiten und wollte sich vor der EM nicht mehr verletzen. Jetzt kann er sich ganz auf uns konzentrieren."

Von Jerry Hawkins, sid - Fotos: dpa

Geändert am 23. Juni 2000 15:22 von sab
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