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. . . Weltweit 19 Millionen Aids-Tote

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"Wenn der Kampf gegen die Epidemie nicht drastisch verstärkt wird, ist der bereits entstandene Schaden gering im Vergleich zu dem, was noch kommt", heißt es in dem Bericht. In 16 Ländern - alle südlich der Sahara - seien mehr als ein Zehntel der 15- bis 49-Jährigen HIV-positiv. In Südafrika trage jeder Fünfte dieser Altersgruppe den Virus in sich, berichtet UNAIDS. Insgesamt seien dort 4,2 Millionen Menschen infiziert, mehr als in jedem anderen Land. UNAIDS schätzt, dass weltweit 34,3 Millionen Menschen mit HIV oder Aids leben, unter ihnen 1,3 Millionen Kinder.

Lebenserwartung geht zurück

Mit der Ausbreitung von Aids geht der Studie zufolge auch die Lebenserwartung in vielen afrikanischen Ländern stark zurück. In Simbabwe lag die Wahrscheinlichkeit, dass ein 15-Jähriger stirbt, bevor er 50 Jahre alt ist, 1983 bei 15 Prozent, 1997 dagegen schon bei 50 Prozent. "Aids ist zu einer umfassenden Entwicklungskrise geworden", heißt es in dem Bericht. Die Folgen seien nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch im Erziehungswesen und in vielen Sparten der Wirtschaft spürbar. In der Zentralafrikanischen Republik habe die hohe Todesrate unter Lehrern beispielsweise zur Schließung von Schulen geführt.

Sterile Spritzen für Drogenabhänige gefordert

In Nordamerika und Teilen Europas infizierten sich nach wie vor viele Drogenabhängige mit HIV, kritisiert UNAIDS und macht fehlende Programme zur Verteilung steriler Spritzen dafür verantwortlich. Trotz dieses düsteren Bildes gebe es aber auch Erfolgsmeldungen. So habe sich die Infektionsrate in Uganda seit Anfang der 90-er Jahre nahezu halbiert und lag 1999 dank Prävention und Aufklärungsmaßnahmen bei acht Prozent. Auch in Asien bleibe die Zahl der Neuinfektionen entgegen ursprünglicher Befürchtungen relativ niedrig.

AP - Foto: dpa - Grafik: dpa

Geändert am 27. Juni 2000 17:22 von aj
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