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. . . Kampfhund-Drama geht weiter
Den Angaben zufolge ging der 73-Jährige im Kölner Stadtteil Rath mit seinen eigenen beiden Hunden spazieren, als er gegen 22.40 auf den Mann mit dem nicht angeleinten Pitbull traf. Diesen habe er auf die Gefährlichkeit frei laufender Kampfhunde und denn tragischen Vorfall in Hamburg angesprochen, wo am Montagmittag ein sechsjähriger Junge auf dem Schulgelände von einem Kampfhund totgebissen worden war. Auf Rentner eingeschlagen"Der Pitbull-Führer reagierte auf diese Ansprache so aggressiv, dass er sofort auf den 73-Jährigen einschlug. Sein Gegenüber ging zu Boden, und der mitgeführte Pitbull biss dem Unterlegenen in das Gesicht. Der Rentner erlitt schwere Gesichtsverletzungen und musste in ein Kölner Krankenhaus eingeliefert werden", heißt es wörtlich in dem am Dienstagmorgen veröffentlichten Polizeibericht dazu. Zeugen gesuchtDer Angreifer konnte den Angaben zufolge bislang nicht ermittelt werden, von den mitgeführten Hunden des Verletzten fehlte am Dienstag ebenfalls jede Spur. Zeugen, die Hinweise auf den flüchtigen Hundehalter geben können, wurden gebeten sich bei der Polizei in Köln zu melden. Haftbefehl in Hamburg erlassenNach dem tödlichen Kampfhunde-Angriff auf einen Jungen haben Hamburg und Niedersachsen Konsequenzen gezogen. In der Hansestadt, wo der Sechsjährige totgebissen worden war, will der Senat am Mittwoch eine schärfere Verordnung zur Haltung der gefährlichen Tiere erlassen. Die niedersächsische Landesregierung beschloss ein Totalverbot von Zucht, Einfuhr und Haltung gefährlicher Hunderassen. Die Deutsche Bahn kündigte an, ab 1. September keine Kampfhunde mehr in ihren Zügen befördern. Hamburgs Bürgermeister Ortwin Runde wies die Arbeitsgruppe zur Kampfhundverordnung an, die neuen Vorschriften bereits am Mittwoch dem Senat vorzulegen. Sie sollen gleich beraten und beschlossen werden. Gegen den 23-jährigen Besitzer des Hundes, der am Montag den Jungen tot gebissen hatte, wurde Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Seine 19 Jahre alte Begleiterin wurde auf freien Fuß gesetzt. Weitere Vorfälle in Nordrhein-WestfalenAus Nordrhein-Westfalen wurden mehrere weitere Vorfälle mit Kampfhunden bekannt. In einer Krefelder Wohnung erschoss in der Nacht zum Dienstag ein Polizeibeamter einen Pitbull-Terrier, der die Beamten angegriffen hatte. In Dortmund-Bövinghausen verbiss sich ein Hund auf einer Koppel in das Maul eines Pferdes, in Dortmund-Husen wurde ein Rauhaardackel von zwei Bullterriern zerfleischt. dpa - Foto: Archiv - Grafik: Reuters
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| Geändert am 27. Juni 2000 11:50 von aj | ||||