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Völler und Skibbe: Neues "Duo Nationale"

Freude auf "fruchtbare Zusammenarbeit"

Ludwigshafen - "Wunschkandidat" Michael Skibbe will mit großem Engagement seinen Beitrag zum Neuanfang der deutschen Fußball-Nationalmannschaft leisten. "Das nächste Jahr wird für den deutschen Fußball ganz wichtig werden. Ich bin gerne bereit und freue mich, dabei mitzuhelfen", sagte der 34-Jährige nach seiner offiziellen Ernennung zum Assistenten von DFB-Teamchef Rudi Völler.

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Sie sollen es richten: Michael Skibbe und Rudi Völler.

Für den vor rund einem halben Jahr als Trainer von Bundesligist Borussia Dortmund entlassenen Skibbe stellt der neue Posten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Art Traumjob dar: "Es ist auf jeden Fall eine wahnsinnig interessante Aufgabe und sportlich eine tolle Herausforderung. Ich denke, wir werden mit dem nötigen Enthusiasmus an die Sache gehen."

Erster Test gegen Spanien

Nur wenige Stunden nach der endgültigen Entscheidung, die bei einem Gespräch mit DFB-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder und Liga-Direktor Wilfried Straub in Frankfurt perfekt gemacht wurde, machte sich das neue "Duo Nationale" zur ersten gemeinsamen Arbeitssitzung auf den Weg. In Ludwigshafen beobachteten Völler und Skibbe beim Viertelfinale um den DFB-Ligapokal zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und 1860 München (2:0) potenzielle Kandidaten für das erste Test-Länderspiel nach der EM-Blamage am 16. August in Hannover gegen Spanien. Die WM-Qualifikation beginnt bereits am 2. September mit dem Spiel gegen Griechenland in Hamburg.

Skibbe soll "beratend zur Seite stehen"

"Bis zum Spanien-Spiel habe ich kaum Zeit, die Spieler zu sehen. Also nutze ich den Liga-Pokal", erklärte Völler, der bereits am 8. August sein Aufgebot bekannt geben will. Sein neuer "Co" wird dabei nur beratend zur Seite stehen. "Rudi Völler trifft als Teamchef in erster Linie die Entscheidungen. Er gibt die Richtung und das Tempo vor", sagte der sechs Jahre jüngere Skibbe, der am Freitag von Borussia Dortmund offiziell die Freigabe erhielt.

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Keine Meinungsverschiedenheit

Auch Völler geht davon aus, dass öffentlich ausgetragene Meinungsverschiedenheiten wie zwischen seinem Vorgänger Erich Ribbeck und dessen Assistent Uli Stielike nicht mehr vorkommen werden: "Wir haben viele Dinge miteinander besprochen und festgestellt, dass wir in vielem übereinstimmen. Ich glaube, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit wird."

Trainer signalisieren Unterstützung

Zustimmung zum neuen Duo signalisierten 1860-Trainer Werner Lorant und sein FCK-Kollege Otto Rehhagel. "Ich finde das in Ordnung. Die beiden machen das jetzt und bekommen von mir alle Unterstützung", sagte Lorant, und Rehhagel schloss sich an. Mario Basler meinte: "Sie haben eine schwere Aufgabe und werden das Beste daraus machen. Ob wir uns öfter sehen, weiß kein Mensch. Mit mir hat noch keiner gesprochen, alles andere ist Spekulation."

Von Martin Volkmar, sid - Fotos: dpa

Geändert am 28. Juli 2000 16:43 von sab
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