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| Olympiahoffnung: Yvonne Buschbaum. |
Medaillenambitionen hat in Chile auch die ebenfalls 19 Jahre alte dreifache Junioren-Europameisterin Sina Schielke, die am Montag ihren Verzicht auf den Olympia-Staffeleinsatz erklärte, um sich ganz auf die Junioren-WM zu konzentrieren. Der 20-jährige Markus Esser darf wie U23-Europameisterin Claudia Gesell (800 m) nach erster Normerfüllung in Braunschweig auf ein Sydney-Ticket hoffen.
Nachdenklich stimmt es da schon eher, dass momentan aus dem "Klub der flotten Dreißiger" mit den Olympiasiegern Lars Riedel, Ilke Wyludda (beide Diskus) und Astrid Kumbernuss (Kugel) keiner auf dem Weg nach "down under" die Weltjahresbestenliste anführt. "Die entscheidenden sechs Trainingswochen liegen vor uns. Vor allem die erfahrenen Athleten wissen, wie sie ihre Topform zum Saisonhöhepunkt erreichen", sagt DLV-Präsident Prof. Helmut Digel und verweist auf die Routine der Stars.
Tatsache ist überdies, dass ein Dutzend Aktive aus dem "Mittelalter" in Einzeldisziplinen für Überraschungsmedaillen sorgen können. In dieser Gruppe sind Hammerwurf-Weltmeister Karsten Kobs und Speerwurf-Europameisterin Tanja Damaske mit 28 die "Senioren". Zur Gruppe der Zukunftsgaranten zählen zudem die erst 20 Jahre alte Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum, die drei Jahre ältere 400-m-Hürdenläuferin Ulrike Urbansky und die Kugel-WM-Zweite Nadine Kleinert-Schmitt (24).
Voraussichtlich fünf "Härtefälle" wird der DLV am Donnerstag (3. August) zwei Tage nach seiner Nominierungsdiskussion dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) präsentieren. Neben Hammerwerfer Esser und 800-m-Läuferin Gesell (beide Leverkusen) dürften dies Sprinter Marc Blume (Wattenscheid), Weitspringerin Sofia Schulte (Siegen) und 400-m-Vizeweltmeisterin Anja Rücker (Jena) sein.