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Erik Zabel peilt nächsten Sieg an
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Rad-Weltcup in Hamburg: Zabel gilt als Favorit

Selbst Ullrich wird zum Wasserträger

Hamburg - In der erfolgreichsten Saison seiner fast achtjährigen Profikarriere steht Telekom-Sprinter Erik Zabel dicht vor der Krönung. Beim Weltcuprennen in Hamburg kann der gebürtige Berliner am Sonntag für eine Vorentscheidung sorgen und seiner Konkurrenz im Kampf um die begehrte Trophäe endgültig enteilen.

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Hofft auf einen Massensprint: Erik Zabel

"Mit einem Erfolg in Hamburg würde ich einen ganz großen Schritt Richtung Gesamtsieg machen", sagt der Weltcup-Spitzenreiter.

Auf dem vergleichsweise leichten Kurs der Hansestadt hofft Zabel auf seinen insgesamt dritten Triumph nach Mailand-San Remo im März und dem Amstel Gold Race im April: "Meine Chancen auf einen weiteren Sieg stehen in keinem der fünf restlichen Weltcuprennen so gut wie in Hamburg. Eine Sprintankunft ist nicht garantiert, aber durchaus möglich."

Cipollini und Wüst lauern

Doch gerade in einem Massenspurt liegt auch die größte Gefahr für Zabels möglichen dritten Streich. Der italienische Sprintstar Mario Cipollini (Saeco) und der Kölner Festina-Fahrer Marcel Wüst dürften in einem möglichen Endspurt die härtesten Gegner des 30-Jährigen sein. "Einerseits freue ich mich auf ein Duell mit Cipo, andererseits ist ein Sieg gegen ihn unheimlich schwer", so Zabel.

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Alle fahren für Zabel

"Beau" Cipollini wartet seinerseits ungeduldig auf die Fortsetzung der langen Reihe von Duellen mit dem Deutschen: "Gegen Erik ist ein Sieg immer etwas Besonderes, leider konnte ich wegen meiner Sturzverletzung nicht bei der Tour de France an den Start gehen." Damit es in Hamburg zu einer Sprintankunft kommt, soll sich die ganze Telekom-Mannschaft in den Dienst von Zabel stellen. "Sie müssen darauf achten, dass meine größten Weltcup-Konkurrenten Andrej Tschmil, Peter van Petegen und Johan Museeuw so wenig Chancen wie möglich bekommen", sagt der gebürtige Berliner.

Souveräner Vorsprung

Selbst der Tour-Zweite Jan Ullrich ist sich nicht zu schade, für seinen Teamkollegen in die Pedale zu treten. "Ich fahre nicht um den Sieg, sondern für Erik", macht der 26 Jahre alte Merdinger unmissverständlich klar: "Das Wichtigste ist, dass er seinen Vorsprung möglichst ausbaut." Mit 290 Punkten hat Zabel mehr als doppelt so viel Punkte auf seinem Konto wie der zweitplatzierte Belgier Tschmil (125), der als Weltcup-Titelverteidiger startet.

Hoffnungen auf den Sieg macht sich auch Sprintass Wüst, der nicht erst seit seinem Etappensieg bei der Tour de France zu den Top-Favoriten bei Rennen im Flachland zählt . "Wenn Saeco und Telekom für einen Massenspurt sorgen, habe auch ich meine Chance", weiß der "Kölsche Jung". Zu den aussichtsreichsten Siegkandidaten gehören zudem der Belgier Tom Steels und die beiden Australier Stuart O'Grady und Robbie McEwen.

Von Oliver Görz, sid - Fotos: dpa

Geändert am 3. August 2000 15:26 von sab
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