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Weltverband berät Donnerstag über Baumann-Freispruch

Bangen um Olympia noch nicht vorbei

Sydney - Dieter Baumanns zehnmonatiger Marathon durch die Instanzen der Sportgerichtsbarkeit steht vor dem Abschluss, ein Nachspiel vor ordentlichen Gerichten droht.

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Verhandlungen und kein Ende: Dieter Baumann muss weiterhin um seinen Olympiastart bangen.

Im Beisein des national vom Dopingverdacht befreiten Olympiasiegers muss sich am Donnerstag der Rechtsausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Sydney vor dem Schiedsgericht des Weltverbandes IAAF für die Rechtmäßigkeit seines Freispruchs verantworten. Die Entscheidung darüber, ob Baumann seine insgesamt vierten Spiele bestreiten darf, fällt wahrscheinlich erst am Freitag, dem Tag der Eröffnungsfeier.

Kein Kommentar

Über seine Erfolgsaussichten wollte der 5.000-m-Olympiasieger von 1992 am Mittwoch nicht sprechen, als er nach der Landung in Brisbane mit 30 Stunden Flug in den Knochen einen Zwischenstopp zum Mittagessen im DLV-Vorbereitungscamp auf South Stradbroke Island einlegte. Am Nachmittag jettete der 35-Jährige vom nahegelegenen Flughafen Coolangatta in die 900 km südlicher gelegene Olympiastadt.

DLV-Chef Digel kritisiert Ablauf des Verfahrens

Dieter Baumann war nicht von der IAAF zu der Verhandlung über sein sportliches Schicksal eingeladen worden, der DLV jedoch bat ihn um sein Erscheinen. DLV-Chef Digel kritisiert den Ablauf des Verfahrens scharf: "Es ist äußerst paradox, weil in der ersten Instanz der DLV Ankläger und der Athlet Angeklagter war. Nun ist der Verband Angeklagter, und wird ein Urteil gegen den DLV gefällt, so ist der alleinige Betroffene der Athlet."

Wird Baumann gesperrt, ist das totale Chaos programmiert weiterblättern
 
Geändert am 13. September 2000 12:44 von sab
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