... "Ein solcher Start gibt Auftrieb"
Erst nach der Halbzeitpause wurden Fitschen und Co. ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Ball lief durch die eigenen Reihen, die Kombinationen wurden sicherer, Chancen ergaben sich zwangsläufig. Bettina Wiegmann vom FFC Brauweiler (71.) erhöhte nach dem schönsten Angriff des Spiels auf 2:0, und die Frankfurterin Renate Lingor (90.) rückte unter gütiger Mithilfe von Aussie-Torhüterin Tracey Wheeler die Kräfteverhältnisse endgültig wieder zurecht.
Australier feierten trotzdem
Die 25.000 Zuschauer im ausverkauften Bruce Stadium in der australischen Hauptstadt Canberra feierten dennoch ihre "Matildas", wie sie ihre Fußballerinnen liebevoll nennen, und verbreiteten mit "Aussie, Aussie"-Rufen und "La Ola" schon vor der Eröffnungsfeier olympische Atmosphäre. Von der ließ sich vor allem Inka Grings anstecken. "Olympia, das erste Spiel und gleich das erste Tor - das ist unübertrefflich. Besser kann's nicht losgehen", meinte die 21-Jährige strahlend, die zudem den entscheidenden zweiten Treffer eingeleitet hatte.
Am Samstag geht´s gegen Brasilien
Nach dem Debakel beim Jubiläumsturnier des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Juli und dem Krach um den Rauswurf von Martina Voss atmete Bundestrainerin Tina Theune-Meyer "down under" deutlich hörbar auf. "Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, das ist ein sehr guter Start, ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Medaille", meinte die 46-Jährige und versprach: "Das war schon gut, aber wir können noch besser." Auf dem Weg ins Halbfinale treffen die DFB-Frauen, die sich mit einem finanziellen Aufwand von 850.000 Mark seit Juni auf Olympia vorbereitet hatten, am Samstag (17.30 Uhr Ortszeit/8.30 Uhr MESZ) erneut in Canberra auf den WM-Dritten Brasilien, der gegen Schweden zu einem 2:0 (1:0) kam. Letzter Vorrundengegner ist am kommenden Dienstag (17.30 Uhr Ortszeit/8.30 Uhr MESZ) Schweden. Im Rampenlicht bleiben die deutschen Fußballerinnen aber wohl nur, wenn sie danach um die Medaillen mitspielen. Von Thomas Lipinski, sid - Fotos: AP, dpa
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