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Völler über Daum: Er ist der Beste
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DFB-Teamchef Völler stärkt Nachfolger Daum den Rücken

"Er ist einfach der Beste"

Genf - Teamchef Rudi Völler hat dem künftigen Bundestrainer Christoph Daum nach aufkommender Kritik demonstrativ den Rücken gestärkt. "Christoph Daum ist ein hervorragender Trainer, der es absolut verdient hat, nächstes Jahr Nationaltrainer zu werden, weil er einfach der Beste ist", schwärmte der 40-jährige Völler in einem Interview.

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Balsam auf die Wunden: Leverkusens Trainer Daum musste zuletzt viel Kritik einstecken.

Der 90-malige Nationalspieler coacht bis zum 1. Juni 2001 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und macht danach dem derzeit noch bei Bayer Leverkusen tätigen Daum Platz. Der 46 Jahre alte Coach erhält beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Dreijahresvertrag.

"Genau der Richtige"

Völler ist von den Fähigkeiten des Stuttgarter Meistermachers von 1992 überzeugt: "Er ist genau der richtige Mann, um das Ding hier im nächsten Jahr zu übernehmen. Auch, um gewisse Dinge zu verändern beim DFB, vom Jugendbereich bis zur A-Nationalmannschaft. Er ist meiner Meinung nach ein absoluter Glücksfall für den deutschen Fußball, wenn er dann im nächsten Jahr hier übernimmt."

Diskussionen über den Bayer-Trainer

Nach dem mäßigen Bundesliga-Start von Bayer, der 0: 2-Niederlage in der Champions League bei Spartak Moskau und den beiden gleichzeitigen Erfolge Völlers mit der DFB-Auswahl gegen Spanien (4:1) und Griechenland (2:0) war über die Rolle Daums diskutiert worden. Vor allem bei den Fans genießt Teamchef Völler viel Reputation und ist nach wie vor ein großer Publikumsliebling. Daum selbst hatte erklärt, dass er sich mit der Galionsfigur Völler von der Popularität her nicht messen könne.

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Er macht den deutschen Elite-Kickern
Beine: Rudi Völler.

"Will kein Trainer werden"

Völler unterstrich in dem Interview nochmals, dass er nach seiner Amtszeit als Teamchef voraussichtlich wieder als Sportdirektor zu Bayer zurückkehren werde. Sein Vertrag läuft noch bis 2003. Er habe keine Absicht, die Trainerlaufbahn einzuschlagen: "Ich hätte schon vor vier Jahren, als ich meine aktive Fußballkarriere beendet habe, sofort in Leverkusen Trainer werden können. Da hatte ich das Angebot, auch von einem anderen Bundesligaverein. Aber ich hatte immer schon den Hang, hinter die Kulissen zu sehen, im Management zu arbeiten."

Bierhoff bleibt wichtiger Eckpfeiler

Völler unterstrich gleichzeitig, weiter auf Kapitän Oliver Bierhoff bauen zu wollen, obwohl er diesen gegen Griechenland in Hamburg in der WM-Qualifikation eine komplette Halbzeit warmlaufen ließ, aber nicht mehr eingesetzt hatte.

"Er gehört zu uns. Da gibt es keine Diskussion. Die Geschichte mit dem Warmlaufen ist einfach zu erklären. Carsten Jancker ging angeschlagen ins Spiel, es war nicht eindeutig klar, ob er durchspielen könnte. Da war es ganz normal, dass ich Olli warmlaufen lasse. Dann hat sich der Zickler verletzt und musste ganz schnell raus. Paulo Rink ist eigentlich der Ersatzmann für Zicklers Position, und das hat dann besser gepasst. Das hat Olli eingesehen." Bierhoff spiele in seinen Plänen nach wie vor "eine wichtige Rolle".

sid - Fotos: AP, Archiv

Geändert am 13. September 2000 11:37 von sab
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