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Ex-Box-Weltmeister fällt wieder aus der Rolle

Medikamente müssen Tyson bremsen

Beverly Hills - Der frühere Profibox-Weltmeister Mike Tyson ist bei einer Pressekonferenz in Berverly Hills/Kalifornien zum wiederholten Male aus der Rolle gefallen und hat sein Rüpel-Image einmal mehr unterstrichen. Vor dem geplanten Fight gegen den Polen Andrew Golota am 20. Oktober im Auburn Hill Palace im US-Bundesstaat Michigan präsentierte der 34-Jährige wieder alle Facetten seiner Verhaltensformen von Fröhlichkeit, Ausgelassenheit über Extravaganzen bis hin zu Drohungen.

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Bedrohte die Journalisten: Mike Tyson.

Im "Duell der Beißer" gegen Golota gibt es ein Aufeinandertreffen der beiden Boxer, die sich beide in ihrer Karriere durch unsportliches Auftreten und Verstöße gegen die Regeln ein Image als "worst boys" der Szene zugelegt haben. Der jüngste Schwergewichts-Weltmeister aller Zeiten bestätigte noch einmal, er nehme starke Medikamente gegen seine zum Teil manischen Depressionen. Nur dank dieser Medikamente werde er Journalisten, die negativ über ihn berichten, nicht töten, erklärte er in einem Wutanfall. Daraufhin verließen einige Pressevertreter demonstrativ die Pressekonferenz. Tyson hatte der Presse vorgeworfen, ihn immer nur als Neger abzustempeln und mehr über sein Verhalten als über seine boxsportlichen Triumphe zu berichten.

"Ich kann die anderen vernichten"

Er wolle nicht mehr Weltmeister im Schwergewicht werden, aber er sei fähig, Golota und alle anderen, die mit ihm kämpfen wollen zu vernichten, tönte Tyson vom Podium. Erst Ende August war Tyson wegen seines rüpelhaften Verhaltens nach dem 38-Sekunden-Sieg in Glasgow gegen seinen Landsmann Lou Savarese zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 380.000 Mark durch die Kontrollkommission des britischen Boxverbandes (BBBC) verurteilt worden. Außerdem trennte sich der britische Promoter Frank Warren daufhin und wegen weiterer schwerwiegender Differenzen wieder von Tyson.

Verbale Attacken gegen Weltmeister Lewis

In Glasgow hatte Tyson trotz Kampfabruchs nach nur 38 Sekunden weiter um sich geschlagen und dabei auch den Ringrichter auf die Bretter geschickt. Zudem hatte er verbale Attacken gegen IBF- und WBC-Weltmeister verbreitet und war dabei in seiner Wortwahl völlig unkontrolliert. Auch gegen den britischen IBF- und WBC-Champion im Schwergewicht, Lennox Lewis, hatte er unkontrollierte Drohungen ausgesprochen und damit gedroht, ihn im Ring "das Herz heraus zu reißen" und seine Kinder "aufzufressen".

sid - Foto: dpa

Geändert am 15. September 2000 16:51 von sab
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