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Nur Werder Bremen in großer Not

Hamburg - Deutschlands UEFA-Cup-Quintett hat sich im Vergleich der europäischen Spitzen-Nationen behauptet. Die fünf Bundesligisten erzielten in den auf vier Tage verteilten Hinspielen der ersten Runde mit drei Siegen, einem Unentschieden eine Bilanz, die nur von Italien (4/0/1) übertroffen wurde.

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Matchwinner für den
VfB: Krassimir Balakow.

Der 1. FC Kaiserslautern kann nach dem 3:1 (0:0) bei Bohemians Dublin ebenso wie Hertha BSC angesichts des 2:1 (1:1) bei Zimbru Chisinau fast schon für die zweite Runde planen. Darauf hoffen dürfen auch der VfB Stuttgart, der Heart of Midlothian daheim mit 1:0 (1:0) bezwang, und der TSV 1860 München nach dem torlosen Remis bei Petra Drnovice. Werder Bremen benötigt hingegen nach dem blamablen 0:2 (0:1) bei Antalyaspor ein Mal mehr ein kleines Fußball-Wunder, um nicht auszuscheiden.

Jubel hält sich in Grenzen

Trotz der rein rechnerisch ansehnlichen Zwischenbilanz hielt sich der Jubel angesichts der sportlichen Leistungen in engen Grenzen. "Das war kein Spiel für Fußball-Ästheten. Über die Qualität des Spiels spricht morgen keiner mehr", kommentierte Herthas Manager Dieter Hoeneß den Auftritt beim moldawischen Meister. Die Berliner gerieten vor 5.000 Zuschauern nach elf Minuten durch Sergiu Epureanu sogar in Rückstand, ehe Kapitän Michael Preetz (25.) und der eingewechselte Ali Daei (64.) das Blatt wendeten. "Das Entscheidende ist: Das Ergebnis stimmt", brachte Nationalspieler Stefan Beinlich das wesentliche des abenteuerlichen Ausflugs auf den Punkt.

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Pflichtsieg in Moldawien:
Ali Daei und Hertha BSC.

"1:0 ist zu wenig"

Der VfB Stuttgart bekleckerte sich ebenfalls nicht mit Ruhm und hatte seinen knappen Erfolg über die Schotten vor allem seinem Kunstschützen Krassimir Balakow zu verdanken. Der Bulgare schoss nach 35 Minuten mit einem seiner gefürchteten Freistöße zum einzigen Tor des wenig unterhaltsamen Abends ein. "Wenn nichts wirklich Komisches passiert, kommen wir weiter", meinte Balakow. Davon geht auch Sportdirektor Karlheinz Förster aus: "Auswärts sind wir immer für einen Treffer gut." Nur Pablo Thiam traut dem Frieden nicht: "1:0 ist zu wenig. Das Ding ist noch nicht gegessen."

Werder: "Indiskutable Vorstellung"

Das hofft auch Werder Bremen. An der Weser läuten nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge und der Schlappe von Antalya die Alarmglocken. "Grausam. Man kann nicht viel schlechter spielen, das war eine indiskutable Vorstellung", bewertete Werders Sportdirektor Klaus Allofs Werders desolaten Auftritt. Vor 8.000 Zuschauern nötigten die Tore des früheren deutsche Nationalspielers Maurizio Gaudino (42.) und von Atillar (69.) die Männer von der Weser zu einem ähnlichen Kraftakt wie vor Jahresfrist, als ein 0:3 bei Olympique Lyon mit einem 4:0 vor heimischer Kulisse beantwortet wurde. "Es wird sehr schwer, aber es ist zu schaffen", glaubt Marco Bode.

Amsterdam fertigt Gent mit 6:0 ab

Seine Nationalmannschafts-Kollegen Dietmar Hamann, Christian Ziege und Markus Babbel vom FC Liverpool können ihrem Rückspiel wesentlich gelassener entgegen sehen. Dafür zeichnete Nicky Barmby verantwortlich, der in der 29. Minute das Tor zum 1:0 (1:0)-Sieg für die Männer von der Anfield Road bei Rapid Bukarest besorgte. Inter Mailand hat das Ausscheiden aus der Champions League inzwischen verwunden und mit einem 3:0 (0:0) bei Ruch Chorzow die Weichen ebenfalls für Runde zwei gestellt. Den höchsten Sieg der Auftaktspiele landete Ajax Amsterdam mit 6:0 (2:0) bei AA Gent.

Von Gert Glaner, dpa - Fotos: dpa, AP

Geändert am 15. September 2000 14:42 von sab
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