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Pikanter Abschluss der VueltaZeitfahren auf dem StraßenstrichMadrid - Wenn die Radprofis am Sonntag auf der Schlussetappe der Spanien-Rundfahrt durch Madrid brausen, hat die Sittenpolizei Großalarm. Die Strecke des Einzelzeitfahrens über 38 Kilometer verläuft nämlich zu einem Teil über den bekanntesten Straßenstrich der spanischen Hauptstadt.
Die rote Meile befindet sich im großen Stadtpark der "Casa de Campo". Die Radsportler fahren über eine Distanz von acht Kilometern durch das einstige königliche Jagdrevier, das sich in den vergangenen Jahren zum größten Freiluftbordell in Spanien entwickelt hat. An normalen Tagen (und Nächten) gehen hier bis zu 800 Prostituierte "anschaffen". Nackte Prostituierte live?Die Veranstalter der Vuelta fürchten nicht so sehr, dass die leicht bekleideten Damen die Radprofis bei ihrer Jagd um Sekunden ablenken könnten. Den Verantwortlichen graust vielmehr vor der Vorstellung, bei der Live-Übertragung könnten Fernsehbilder von halb nackten Huren am Rande der Rennstrecke um die Welt gehen. "Für Madrid wäre es höchst peinlich, wenn man Prostituierte neben der Strecke sehen würde. Das gilt erst recht, wenn die Frauen kaum bekleidet sind", sagte Vuelta-Direktor Victor Cordero der Zeitung "El Pais". Madrider Behörden ratlosDie Veranstalter des Rennens riefen die Madrider Behörden auf, dafür zu sorgen, dass die Spanien-Rundfahrt einen "würdigen Abschluss" findet. Dies ist aber leichter gesagt als getan; denn die Stadtoberen zerbrechen sich schon seit Monaten die Köpfe darüber, wie sie der rapide zunehmenden Prostitution in dem beliebten Erholungsgebiet Herr werden können. Mal sollten die Liebesdienerinnen in eine abgelegene Ecke des Parkes gedrängt werden, mal wollte man sie wegen "Exhibitionismus" anzeigen, und mal wollte man ihnen durch eine Sperrung der Straßen für den Autoverkehr das Wasser abgraben. Aber nichts von dem ist bislang geschehen. "Die meisten haben sonntags frei" |
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| Geändert am 15. September 2000 11:05 von sab | ||||||