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Leverkusen gab damit die "Rote Laterne" in der Vorrundengruppe A an den 17-maligen portugiesischen Meister ab, der die Partie nach der Gelb/Roten Karte für Joao Pinto (41.) wegen wiederholten Foulspiels über weite Strecken mit zehn Mann bestreiten musste.

Patzer von Zuberbühler

Der Sieg dürfte auch die Kritik an Bayer-Coach Christoph Daum vorerst verstummen lassen. Bei Dauerregen in der BayArena ereilte die ohne die verletzten Ulf Kirsten und Ze Roberto angetretenen Leverkusener bereits in der Anfangsphase eine weitere kalte Dusche, bei der auch noch ein eigener Mann kräftig mithalf. Bayer-Torwart Pascal Zuberbühler sah bei einem Eckball des Brasilianers Cruz, der direkt den Weg ins Tor fand, überaus unglücklich aus. "Völlig unnötig, ein klarer Fehler, der die Mannschaft zusätzlich verunsicherte", kritisierte Bayer-Manager Reiner Calmund den Schweizer Auswahl-Keeper in der Halbzeitpause. Für Cruz, der am Mittwoch seinen 32. Geburtstag feierte, schoss damit dies bereits seinen zweiten Treffer im laufenden Wettbewerb.

Zittern bis zum Schluspfiff

Daum brachte nach der Pause mit Thomas Brdaric einen weiteren Angreifer und versuchte so, das dezimierte Abwehr-Bollwerk des Kontrahenten mit einem Vier-Mann-Sturm zu überwinden. 20 Minuten später zahlte sich die Maßnahme endlich aus, als Ramelow eine Eingabe von Brdaric aus Nahdistanz zum längst überfälligen Ausgleich über die Linie drückte. In der 72. Minute markierte "Joker" Brdaric dann die Führung, die Neuville (77.) sogar noch ausbaute. Eine Vorentscheidung war dies jedoch nicht, denn nach Sao Pintos Elfmetertor mussten die Leverkusener bis zum Schlusspfiff bangen, ehe der mehr als verdiente Erfolg fest stand.

Von Morten Ritter, dpa - Fotos: dpa, AP

Geändert am 21. September 2000 10:28 von sab
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