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Rudern: Koblenzer Stefan Roehnert im Doppel-Zweier-FinaleDie Köpfe sind wieder freiBravo, Stefan Roehnert und Sebastian Mayer: Der deutsche Doppelzweier aus Koblenz und Breisach steht im olympischen Finale.
Aus Sydney Dass der Weg zu einer olympischen Medaille ein Spaziergang werden würde, damit hatte Peter Berger nicht gerechnet. "Da kommt einiges im Finale auf uns zu", sieht sich der Trainer nach den starken Vorstellungen aller Favoriten in den Doppel-Zweier-Halbfinals bestätigt. Ganz wichtig: Seine Crew, Stefan Roehnert vom Koblenzer Ruderklub Rhenania und Sebastian Mayer vom Breisacher RV, ist in der Nacht von Freitag auf Samstag (Start: 1.10 Uhr deutscher Zeit) mit von der Partie, wenn es auf dem Regatta-Kurs in Penrith Lakes um die Meriten, um die Medaillen geht. Taktik wurde strikt eingehaltenVergessen ist der Ärger über den verpatzten Vor- und den Umweg über den Hoffnungslauf in das Halbfinale, das Roehnert und Mayer als Zweite hinter den Slowenen Luka Spik und Iztok Cop beendeten. "Wir haben gezeigt, dass wir wieder da sind", freute sich Berger darüber, dass sein Team sich strikt an die Taktik gehalten und das ungarische Boot mit Tibor Peto und Akos Haller auf den dritten Platz verdrängt hatte. "Die Ungarn haben zwischen 1000 und 1500 Meter mit 39 geschlagen, wir sind konstant 36 gefahren und waren trotzdem schneller", sagte Berger. Mit den Slowenen den Kampf aufzunehmen, war diesmal nicht angesagt gewesen: "Die sollten ruhig gewinnen. Sie hatten doch bis weit über 1000 Meter was zu tun." Für Berger scheinen sie nicht mehr so dominant.
Am Ende geschontNach rund 1700 Meter konnten Roehnert und Mayer den Druck herausnehmen und sich für Samstag schonen, denn dann gilt es "bis ins Koma" zu powern. Auf welcher Position Berger sein Boot erwartet, will er nicht vorhersagen. "In einem olympischen Finale haben alle Boote ihre Chance. Die Entscheidung fällt irgendwo zwischen 1300 und 1700 Meter", vermutet er. Deswegen sieht er die Norweger Olaf Tutte und Fredrik Raaen Bekken leicht in Front, weil sie "ein hohes Stehvermögen haben und gleichbleibend rudern können". Italiens Team mit Giovanni Calabrese und Nicola Sartori, das im zweiten Halbfinale Zweiter hinter Norwegen wurde, ist laut Berger auf den ersten 1500 Meter stark. Dann fordere diese Art des Ruderns ihren Tribut. Den Polen Adam Korol und Marek Kolbowicz traut Berger "nur Außenseiterchancen" zu. In Ruhe auf das Finale vorbereitenNachdem "der Zoff den Kopf wieder frei gemacht hat" (Berger), können seine Männer sich in Ruhe auf die große Aufgabe vorbereiten. Im Anschluss an das Halbfinale und dem obligatorischen Ausrudern wurde rund eine halbe Stunde gejoggt. Heute wird zwei Mal trainiert; anschließend ziehen sich Roehnert und Mayer eine Video über ihren Halbfinal-Auftritt rein, um gemeinsam mit Peter Berger über mögliche Fehler und deren Unterlassung zu sprechen, denn beide müssen eine perfekte Vorstellung abliefern. Spaziergängern wird der Weg zu einer Medaille mit Sicherheit verbaut. Fotos: dpa
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| Geändert am 21. September 2000 12:33 von sab | |||||||