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Schwimmen: "Fliegender Holländer" stiehlt Thorpe die Show

Für Deutsche geht´s langsam aufwärts

Sydney - Der "Fliegende Holländer" Pieter van den Hoogenband ist auf dem besten Weg zum Superstar der olympischen Schwimm-Wettbewerbe. Nach seinen Triumphen über Australiens "Superman" Ian Thorpe und "Zar" Alexander Popow aus Russland über 200 und 100 m Freistil nahm der 22-Jährige aus Eindhoven am Donnerstag über 50 m Freistil Anlauf auf seine dritte Einzel- Goldmedaille.

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Nicht zu stoppen: Pieter
van den Hoogenbrand.

Der leichte Aufwärtstrend der deutschen Schwimmer hielt an, auch wenn es nach zwei Mal Bronze keine Medaille gab. Mit Antje Buschschulte aus Magdeburg über 200 m Rücken, Hannah Stockbauer (Erlangen) und Jana Henke (Potsdam) über 800 m Freistil sowie dem Neusser Thomas Rupprath über 100 m Schmetterling zogen gleiche vier Aktive des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) in die Finals an diesem Freitag ein.

Buschschulte kämpfte

Antje Buschschulte kämpfte nach der Pleite über 100 m Rücken um ihre Rehabilitierung. Über 200 m behauptete sich die Magdeburgerin im Halbfinale in 2:12,64 Minuten als Sechste souverän. "Toll, ich habe einen Endlauf erreicht", sagte die stark erkältete deutsche Meisterin. "Es hat schon heftig gerasselt in der Lunge." Der Essener Christian Keller wurde in 2:02,02 Sechster über 200 m Lagen. "Ich wäre natürlich gerne mit Edelmetall nach Hause gegangen", sagte Keller, der nach zwei neunten Plätzen in Barcelona und Atlanta mit 28 Jahren erstmals das Finale erreicht hatte. "Aber ich bin froh, dass ich in diesem elitären Feld dabei sein durfte." Gold gewann der Italiener Massimiliano Rosolino in 1:58,98 Minuten.

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Sechster über 200 Meter Lagen: Christian Keller.

Wieder Gold für De Bruijn

Silber durfte am Donnerstag die zusammen mit Sandra Völker in Hamburg trainierende Schwedin Therese Alshammar über 100 m Freistil feiern. In 54,33 Sekunden musste das Hobby-Model nur der Niederländerin Inge de Bruijn (53,83), die nach ihrem Sieg über 100 m Schmetterling die zweite Goldmedaille an Land zog, den Vortritt lassen. Sandra Völker war als Silbermedaillen-Gewinnerin von Atlanta im Halbfinale kläglich gescheitert.

"Will nur ein bisschen Schlaf"

"Ich möchte nur ein bisschen Schlaf haben, aber ich bin zu aufgeregt", sagte Hoogenband. Im Halbfinale begnügte sich der sechsfache Europameister von 1999, der in Sydney bereits zwei Weltrekorde hinlegte und einen einstellte, in 22,11 Sekunden noch mit Platz zwei hinter dem Amerikaner Gary Hall Jr. (22,07). Seine zweite Goldmedaille gewann der Amerikaner Lenny Krayzelburg, der in 1:57,76 Minuten nach den 100 m auch über die 200 m Rücken siegte. Olympiasiegerin über 200 m Brust wurde mit dem letzten Armzug in 2:24,35 Minuten die 19-jährige Weltmeisterin Agnes Kovacs aus Ungarn.

Von Richard Janssen und Dietmar Fuchs, dpa - Fotos: AP, dpa

Geändert am 21. September 2000 14:13 von sab
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