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Jolo: US-Geisel "geht es gut"
Zwei französischen Jolo-Geiseln gelang die Flucht
Estrada: "Abu Sayyaf zerquetschen und zu Asche machen"

Amerikanische Abu Sayyaf-Geisel auf Jolo gibt Lebenszeichen

"Militär-Angriffe töten Zivilisten"

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Philippinische Truppen auf Jolo: Nachrichtensperre über alle Aktionen

Zum ersten Mal seit Beginn der Militäroperation gegen die moslemischen Geiselnehmer auf der südphilippinischen Insel Jolo am Samstag hat es ein Lebenszeichen der amerikanischen Geisel gegeben.

In einem Telefonanruf an eine Rundfunkstation, der am Donnerstag ausgestrahlt wurde, bat der 24jährige Jeffrey Schilling die Regierungsunterhändler, Gespräche mit der US-Regierung über seine Freilassung aufzunehmen und die Militäroperation einzustellen.

"Ich lebe, mir geht es gut"

Nach Angaben des Senders dxRZ kam der Anruf am Mittwochabend. "Ich lebe, mir geht es gut", sagte Schilling, fügte jedoch hinzu, der Militäroperation fielen vor allem Zivilisten zum Opfer: "Dies wird zu weiterer Unterstützung für die Abu Sayyaf führen". Ein Abu-Sayyaf-Sprecher drohte in dem Sender erneut mit der Ermordung der ausländischen Geiseln. Hunderte Soldaten seien bei den Auseinandersetzungen getötet worden. Nach Armeeangaben sollen bei dem Militärschlag elf Rebellen und Zivilisten umgekommen sein.

Estrada: Offensive verstärken und Geiseln befreien

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Präsident Estrada (li) mit befreiter französischer Geisel Roland Madura: "Genug ist genug"

Der philippinische Präsident Joseph Estrada weigert sich die Angriffe gegen die Moslemextremisten einzustellen. Estrada forderte das Militär auf, die Offensive zu verstärken, um die 17 verbliebenen Geiseln zu befreien und schließlich die Abu Sayyaf zu vernichten. Andererseits verlangte er von den Rebellen die Freilassung der Geiseln, bevor er den Befehl geben könnte, die Angriffe zu stoppen und die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Zwei als Geiseln festgehaltene französische Journalisten waren am Dienstag den Abu Sayyaf entkommen und vom Militär am Mittwoch entdeckt worden.

Militauml;r verhängt Nachrichtensperre auf Jolo

Das Militär hat über die Operation auf der Insel Jolo eine Nachrichtensperre verhängt. Bisher wurde nur der Tod von vier Zivilisten bestätigt. Nach anderen Berichten sollen jedoch Hunderte von Zivilisten bei den Angriffen getötet oder verletzt worden sein.

Das Geiseldrama hatte im April begonnen, als die Abu Sayyaf- Rebellen 21 Menschen - darunter die Göttinger Familie Wallert - von der malaysischen Insel Sipadan entführt hatten. Gegen die Zahlung von Lösegeld in Höhe von mehr als 17,5 Millionen Dollar (etwa 40 Millionen Mark) ließen die Abu Sayyaf diese Geiseln bis auf einen philippinischen Tauchlehrer inzwischen frei. Zwischendurch nahmen die Extremisten jedoch immer wieder neue Geiseln. Zur Zeit halten sie neben Schilling noch 13 Filipinos und drei Malaysier in ihrer Gewalt.

Reuters/dpa

Geändert am 21. September 2000 09:21 von to
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