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"Ein kaum fassbares und ausdrückbares Horror-Szenario"

Lebenslang für vierfachen Frauenmörder

Duisburg - Ein Sexualverbrecher aus dem Ruhrgebiet ist nach dem grausamen Mord an vier Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Duisburger Schwurgericht am Donnerstag die dauerhafte Unterbringung des Sexualverbrechers, der seine Opfer bestialisch verstümmelt hatte, in der Psychiatrie an.

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Der Dachdeckermeister Frank G. ist wegen vierfachen Frauenmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden

Der 31-jährige Dachdecker aus Bottrop akzeptierte unmittelbar nach dem Urteilsspruch die gegen ihn verhängte Strafe, die ihn bis zu seinem Tod hinter Gitter bringen kann. "Ich will keine Revision oder sonstige juristische Faxen. Das heißt effektiv, dass ich nie mehr rauskomme. Und das ist genau das, was ich wollte." Der Täter ist Vater von zwei Kindern.

Kopf und Hände abgetrennt

Drei Bluttaten hatte der mittlerweile geschiedene Familienvater im Prozess eingestanden: Eine 28-jährige Anhalterin aus Südafrika fiel ihm im April 1994 in den Niederlanden zum Opfer. Zwei Essener Prostituierte im Alter von 26 und 30 Jahren waren 1996 und 1998 kaltblütig ermordet worden. Die Leichen der erschossenen Frauen wurden aufgeschlitzt, ausgeweidet und erst Monate später gefunden. Das hatte dem Täter den Beinamen "Rhein-Ruhr-Ripper" eingebracht.

Kopf und Hände hatte der "Ripper" abgetrennt, um die Identifizierung der Opfer zu erschweren. Alle drei Taten hatten laut Urteil einen sexuellen Hintergrund. "Ein kaum fassbares und ausdrückbares Horror-Szenario", so Richter Jürgen Renziehausen zu den Morden des vermindert schuldfähigen Mannes in der Urteilsbegründung.

Hilfe beim Selbstmord?

Nur die Ermordung seiner 48-jährigen angeheirateten Tante hatte der Bottroper vehement bestritten. Er sprach lediglich von Hilfe beim Selbstmord. Das Schwurgericht ist jedoch auch in diesem Fall von der Schuld des Mannes überzeugt. Der Mann habe seine Verwandte umgebracht, weil er ihr von seinen sexuellen Gewaltfantasien erzählt hatte und seine Entlarvung befürchtet habe.

Video als Vorlage

Schon als Kind hatte der Bottroper Tiere gequält und zerstückelt. Dazu zählten auch Rinder und Pferde. Auch vor Toten in Leichenhallen schreckte der krankhaft gestörte Messerstecher nicht zurück. Nach Ansicht eines Psychiaters diente ein Horror-Video, das dem Angeklagten im Alter von etwa acht Jahren in die Hände gefallen war, als "Vorlage für später".

dpa - Foto: AP

Geändert am 21. September 2000 16:49 von mwege
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