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FCK: Mit blamabler Leistung in der nächsten Uefa-Cup-Runde

Wut und Häme auf dem Betzenberg

Kaiserslautern - Vier Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg hat der 1. FC Kaiserslautern den vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Mit hämischen Gesängen und einem gellendem Pfeifkonzert verabschiedeten die enttäuschten 12.379 Zuschauer die Pfälzer nach der blamablen 0:1 (0:1)-Niederlage im Erstrunden-Rückspiel des Uefa-Cups gegen Bohemians Dublin, auch wenn das 3:1 im Hinspiel zum Weiterkommen reichte.

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Düstere Miene: FCK-Kicker Miroslav Klose.

"Seit ich hier bin haben wir noch kein solch' schlechtes Spiel abgeliefert", gestand der ratlose FCK-Trainer Otto Rehhagel, der nach der katastrophalen Leistung immer mehr unter Druck gerät.

Landesvater ist besorgt

Mit Sorgenfalten und Leichenbittermiene verließ auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck den Betzenberg. "Das war sehr schmerzhaft und Besorgnis erregend. Da kann man schon depressiv werden", sagte der bekennende Fan der "Roten Teufel". "Ich habe schon einmal hier einen Abstieg miterlebt, das möchte ich nicht nochmal mitmachen."

Spielerischer Offenbarungseid

Angesichts des spielerischen Offenbarungseids, den die Mannschaft gegen die irischen Halbprofis ablieferte, wurden Erinnerungen an die schwärzeste Stunde der Vereingeschichte 1996 wach. "Wenn wir am Sonntag in Rostock wieder so auftreten wie heute, stecken wir unten drin", erkannte Torwart Georg Koch, der am Gegentreffer von Glen Crowe (37.) machtlos war. "Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert. Das war eine Katastrophe, was wir geboten haben. So kriegen wir überall den Arsch voll."

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Völlig konzeptlos

Die Gastgeber ließen gegen Dublin jegliches Engagement vermissen, gingen den Zweikämpfen meist aus dem Weg und agierten im Spiel nach vorne völlig konzeptlos. Zwar fehlten den Lauterern zehn verletzte Akteure, doch trotzdem standen acht Nationalspieler in der Startelf. Und Besserung ist auch bei einer Rückkehr von Youri Djorkaeff, Mario Basler oder Murat Yakin kaum zu erwarten, wenn man deren bisherige Vorstellungen als Maßstab nimmt. "Den Lauterer Spielern fehlt das Herz", analysierte Gästecoach Roddy Collins.

Torwart Koch: Es liegt nicht am Trainer

Auch Georg Koch stellte sich hinter Rehhagel, der erneut vom wütenden Anhang mit "Otto raus"-Rufen bedacht wurde. "Es liegt nicht am Trainer. Er kann schließlich nicht die Zweikämpfe gewinnen, und das ist die Grundlage", sagte der Keeper, der mit einer Glanzparade gegen Crowe (79.) Schlimmeres verhinderte. "Mit einem Sieg hätten wir heute etwas Ruhe gehabt, besonders für den Trainer, aber stattdessen haben wir das Ganze wieder angeheizt."

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Geändert am 22. September 2000 11:28 von sab
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