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NOK-Chef übt nur leise Kritik
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Tennis: Haas als letzte deutsche Hoffnung - Aus für Kandarr

Patient greift nach einer Medaille

Sydney - Der Olympische Geist verleiht Tommy Haas offenbar Flügel. Die Bandscheibe klemmt, ist aber stabil, die Form steigt, die Auslosung meint es gut mit ihm - der letzte Deutsche im Einzel darf auf eine Medaille hoffen.

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Die Olympischen Ringe motivieren Tommy Haas: Der Deutsche steht bereits im Achtelfinale.

"Wenn ich so weiterspiele, bin ich sehr gefährlich. So kann ich jeden Gegner schlagen", verkündete der 22 Jahre alte Deutsche nach dem 4:6, 6:4, 6:4 gegen den Schweden Andreas Vinciguerra selbstbewusst: "Ich fühle mich immer besser und hoffe nur, dass der Rücken hält."

Jetzt gegen Corretja

Während sich Jana Kandarr trotz der 2:6, 2:6-Niederlage gegen Wimbledon- und US Open-Siegerin Venus Williams (USA) mit einer guten Leistung im Achtelfinale aus Sydney verabschiedete, geht für Tommy Haas Olympia erst so richtig los. Im Achtelfinale trifft er auf den an Nummer sechs gesetzten Spanier Alex Corretja, der den Franzosen Arnaud Clement mit 6:7, 6:4, 6:4 bezwang.

Kiefer drückte auf der Tribüne die Daumen

Die Sterne stehen gut, zwei von bisher drei Duellen hat Haas gegen den ATP-Weltmeister von 1998 gewonnen. Für Nicolas Kiefer, der auf der Tribüne die Daumen drückte, ist der deutsche Daviscup-Kollege Favorit: "Der Centre Court ist schneller als die Außenplätze. Wenn sie da spielen, haut Tommy ihn weg."

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Gut gespielt, aber verloren: Jana Kandarr.

Große Chance

Kein gesetzter Spieler außer Corretja befindet sich noch in der oberen Hälfte des Tableaus. Zwar wiegelt Haas ab ("Das bedeutet gar nichts"), dennoch weiß er um die einmalige Chance. Pete Sampras und Andre Agassi sagten Olympia schon vorher ab, nach US-Open-Sieger Marat Safin (Nr. 1), dem Australier Lleyton Hewitt (4.), dem Briten Tim Henman (7.) oder Nicolas Kiefer (9.) verabschiedete sich auch Patrick Rafter (13.) überraschend früh.

Jana Kandarr hielt gut mit

Anders Tommy Haas. Nur am Anfang zeigte er gegen Linskhänder Vinciguerra Schwächen und verlor prompt den ersten Satz, dann aber riss er sich zusammen und holte sich jeweils mit einem Break den zweiten und dritten Satz. Mit dem dritten Doppelfehler in Folge schenkte ihm Vinciguerra nach 1:36 Stunden beim ersten Matchball den Sieg.

Mit einem guten Gefühl verabschiedete sich auch Jana Kandarr. Zwar musste sich das deutsche Tennis-Model gegen die übermächtige Venus Williams, die ihren 29. Einzelsieg feierte, in nur 54 Minuten geschlagen geben, dennoch spielte sie auf dem Centre Court am Tag nach ihrem 24. Geburtstag gut mit. "Das war schon wesentlich besser als das letzte Mal", sagte Kandarr, die zuletzt in Paris noch 0:6, 3:6 gegen die Weltranglisten-Dritte verloren hatte.

Von Markus Seyrer, sid - Fotos: AP, dpa

Geändert am 22. September 2000 10:36 von sab
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