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Bronze für deutsche Beachvolleyballer Hager/AhmannTränen im nassen SandSydney - Der lange Axel Hager sank wie vom Blitz getroffen in den nassen Sand, der kleine Jörg Ahmann heulte wie ein Schlosshund, und Deutschlands "Mister Volleyball" Burkhard Sude wischte sich gerührt über die Augen: Als das deutsche Parade-Doppel Ahmann/Hager beim olympischen Beachvolleyball-Turnier das "kleine Finale" mit 12:9 und 12:6 gegen die Portugiesen Joao Brenha/Miguel Maia gewonnen hatten, brachen im Dauerregen am Bondi Beach alle Dämme.
"Bronze ist die Krönung unserer Karriere. Ich kann es noch gar nicht fassen", stammelte der 2,02 m große Hager und schüttelte nach dem größten deutschen Erfolg in dieser Sportart immer wieder ungläubig den Kopf. Ahmann (1,90 m) fiel seiner Frau Andrea um den Hals und rief noch in der Arena zuhause an. "Ihr spielt doch noch", meinte Mutter Renate verwundert. "Nee, Mutti, wir haben schon gewonnen", sagte Ahmann. Leider hatte sich das deutsche Fernsehen vor dem Ende ausgeblendet. US-Boys holten sich GoldWenig später sah dann auch Mutter Ahmann, wie die deutschen "Sandmänner" in Sydney vor 10.000 Zuschauern das Ziel ihrer Träume erreichten. Erst ganz spät die Qualifikation für Olympia geschafft, keiner hatte die krassen Außenseiter auf der Rechnung. Doch am Ende eines erstklassigen Turniers waren nur zwei Teams erfolgreicher als das "Senioren-Duo" aus Düren und Hamburg: Die US-Amerikaner Dain Blanton/Eric Fonoimoana holten im Finale gegen die favorisierten Brasilianer Jose Ze Melo/Ricardo Santos mit 12:11, 12:9 Gold.
Glitschiger BallDoch die deutschen Bronze-Männer waren auf ihr "kleines, wunderschönes Ding" mindestens genauso stolz. Am kühlen Bondi Beach fühlten sie sich wie im kalten Timmendorf. Trotz des glitschigen Balles machte Zuspieler Ahmann kaum Fehler, und gegen die krachenden Schmetterbälle von Axel "The Hammer" Hager waren die Portugiesen chancenlos. Nach 70 Minuten verwandelte Hager den dritten Matchball zum überraschenden Sieg. Flug musste umgebucht werden"Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass wir so lange hier bleiben dürfen", gab Ahmann zu. Drei Mal mussten sie den Flug nach Hause umbuchen. Am 28. September aber fliegt Ahmann endgültig gen Heimat. Dort will er bereits am Wochenende als Spielertrainer beim Eimsbütteler TV im Zweitliga-Spiel gegen Braunschweig wieder eingreifen. "Heute noch um Bronze, und morgen gegen Braunschweig", witzelte Ahmann. "Jetzt ist Zeit für eine Party" |
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| Geändert am 26. September 2000 10:27 von sab | |||||||