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Dicke Luft bei Hertha: Fans fordern Röber-Rauswurf

"Trainer muss hart durchgreifen"

Berlin - Beim Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin brodelt es hinter den Kulissen. Nach der 2:5-Pleite am vergangenen Sonntag bei der SpVgg Unterhaching, der dritten Niederlage im dritten Auswärtsspiel, verschärft sich die Kritik aus den eigenen Reihen. Einige Fans fordern bereits den Rauswurf von Trainer Jürgen Röber. Der ehemalige Aufsichtsratschef Robert Schwan sieht bereits einen Rückfall in schlimmste Zweitliga-Zeiten.

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Gerät unter Druck: Hertha-Trainer Röber.

"Wenn wir jetzt nicht handeln, sind wir in zwei Jahren dort, wo wir mal waren", erklärte der 78-Jährige. "Wenn man bei einem solchen Verein die Zügeln schleifen lässt, dann geht das schief. Ein Verein muss ganz konsequent und nicht mit Demokratie und Nüber-und-drüber-Schmuserei geführt werden. Die Führung muss jetzt schnell reagieren, ganz konsequent", sagte der einst mächtigste Hertha-Mann und fordert Klub-Boss Bernd Schiphorst zur schnellen Rückkehr aus Sydney auf: "Der soll sein Bündel sofort packen und sofort in Berlin auf den Tisch hauen."

Trainingspensum wirr erhöht

Coach Röber, einst ein Dorn im Auge des impulsiven Schwan, greift der ehemalige Manager von Franz Beckenbauer noch nicht an: "Wir haben keinen anderen, und der Trainer hat seine Sache bislang gut gemacht. Der Jürgen muss aber jetzt hart durchgreifen." Was der Angesprochene nach der jüngsten Noederlage auch prompt tat. "Es reicht. Wenn man im Spiel nicht genug läuft, muss man das eben im Training machen", meinte Röber und erhöhte das Pensum.

Fans kommen mit Trauerflor

Mit einem Rundschreiben an alle Medienvertreter verkündete Röber einen Trainingsplan mit lediglich drei freien Tagen in den nächsten vier Wochen und machte damit seine Botschaft an das Team öffentlich. Für die Nationalspieler dürfte dabei lediglich ein Freizeittag rausspringen.

Einigen Fans geht diese Maßnahme allerdings nicht weit genug. In Internet-Forum auf der Hertha-Homepage sammeln sich die Röber-Gegner. Der Trainer mache zum Beispiel Torjäger Alex Alves kaputt, lerne nicht aus taktischen Fehlern und stelle nach Sympathie auf, lauten die Vorwürfe. Zum nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Aufsteiger 1. FC Köln wollen die Anhänger eine Trauerflor-Aktion starten.

dpa - Foto: Archiv

Geändert am 26. September 2000 12:34 von sab
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