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Luciano Pavarotti wird 65Tenor für Millionen
Rom - "Ich kenne Popsongs, die besser sind als fast jede Opernarie", meinte Luciano Pavarotti unlängst. Berührungsängste mit der seichten Muse hat er schon lange nicht mehr. Schlagzeilen macht der Star-Tenor ohnehin vorzugsweise außerhalb der großen Opernhäuser. Mal singt er mit den "Spice Girl", mal mit Stevie Wonder oder B.B. King. Mal schockt er seine Fans mit Steuerquerelen, dann ließ er sich nach fast 40 Jahren Ehe scheiden. Der nächste große Termin dürfte die Heirat mit seiner jungen Lebensgefährtin werden. An Donnerstag, 12. Oktober, wird "Big Luciano" 65 - kaum ein anderer Sänger wirbelte das Operngeschäft so gründlich durcheinander wie er. Seit er 1992 mit Verdis "Don Carlos" in der Mailänder Scala Pfiffe erntete, ist seine ganz große Zeit als Opern-Tenor ohnehin vorbei. Die Häuser sind auch gar nicht groß genug für alle seine Fans. Viel lieber singt das Schwergewicht mit dem Vollbart im Central Park in New York. Da kamen im Juni 1993 immerhin eine halbe Million Menschen - so viele bringt sonst nur der Papst auf die Beine. Millionengagen für den BäckersohnAuch die Millionen-Gagen übersteigen längst das Potenzial der Opernbühnen und der feinen Klassik. Fast folgerichtig, dass der geschäftstüchtige Bäckersohn aus Modena nach neuen Plattformen suchte. Mit den "Drei-Tenöre-Konzerten" und den Kollegen Placido Domingo und Jose Carreras taten sich ganz neue Dimensionen auf. 1990 nutzten die drei Tenöre gar die Fußball-Weltmeisterschaft in Italien zum weltweit ausgestrahlten Auftritt. Der Live-Mitschnitt wurde mit über zehn Millionen verkauften Platten und CDs (bis 1994) zum "größten Klassiker-Bestseller der Schallplattengeschichte", wie Branchenkenner jubelten. Die von dem Italiener gesungene Arie aus Puccinis "Turandot" wurde zur Hymne der Weltmeisterschaft verarbeitet. "Bei Oper und Fußball sind die Fans gleich" |
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| Geändert am 9. Oktober 2000 14:08 von mwege | ||||||||