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. . . Signale im Gehirn erforscht"Diese Entdeckungen waren entscheidend für das Verständnis der normalen Hirnfunktionen und wie Störungen dieser Signalübertragung neurologische und psychische Krankheiten verursachen können. Diese Erkenntnisse haben dann zur Entwicklung neuer Arzneimittel geführt." Den 77-jährige Carlsson vom Pharmakologischen Institut der Universität Göteborg zeichnete das Preiskomitee für seine Entdeckung des Dopamins als Signalsubstanz im Hirn und der großen Bedeutung des Dopamins für die Kontrolle der menschlichen Bewegungen aus. Seine Forschungsergebnisse führten dem Komitee zufolge zu der Erkenntnis, dass die Parkinsonsche Krankheit durch Dopaminmangel in bestimmten Teilen des Hirns verursacht wird, und dazu, dass ein "effektives Arzneimittel" (L-dopa) gegen diese Krankheit entwickelt werden konnte. Carlsson hat außerdem eine Reihe von Folgeentdeckungen gemacht, die die Rolle des Dopamins im Hirn noch näher definieren. So wies er beispielsweise Wirkungsmechanismen für Arzneimittel nach, die bei der Behandlung von Schizophrenie verwendet werden. "Schlüsselproteine"Der 74 Jahre alte Greengard vom Laboratorium für Molekulare und Zellulare Neurologie der Rockefeller-Universität in New York wurde dem Komitee zufolge für seine Entdeckung der Wirkungen von Dopamin und einer Reihe anderer Signalsubstanzen auf das Nervensystem ausgezeichnet. Diese Substanzen beeinflussen zuerst einen Rezeptor auf der Nervenoberfläche. Dadurch werde eine ganze Fülle von Reaktionen ausgelöst, die gewisse "Schlüsselproteine" beeinflussten, die ihrerseits verschiedene Funktionen in der Zelle regulierten, hieß es. Form und Funktion der Proteine verändern sich durch Hinzufügen oder Wegnahme von Phosphatgruppen. Durch diesen Mechanismus können die Signalsubstanzen ihre Botschaft zwischen den Nervenzellen übertragen. Entstehung des GedächtnissesDer 70 Jahre alte Kandel vom Zentrum für Neurobiologie und Verhaltensforschung an der New Yorker Columbia-Universität wurde geehrt für seine Entdeckung, wie die Effektivität der Synapsen verändert werden kann und mit welchen molekularen Mechanismen das erfolgt. Anhand des Nervensystems einer Meeresschnecke als Modell zeigte er, dass Veränderungen der Funktion der Synapsen entscheidend für Lern- und Erinnerungsvermögen sind. Für die Entstehung einer Form von Kurzzeitgedächtnis spielt die so genannte Phosphorylierung, also das Hinzufügen von Phosphatgruppen, in der Synapse eine wichtige Rolle. Für die Entstehung eines Langzeitgedächtnisses ist außerdem die Neubildung von Proteinen erforderlich, die unter anderem dazu führen, dass sich Form und Funktion der Synapse ändern. Am Dienstag werden die Nobelpreisträger für Physik und Chemie bekannt gegeben, am Mittwoch der für Wirtschaft. Finale ist am Freitag, wenn in Oslo der diesjährige Friedensnobelpreisträger verkündet wird. Der Festakt zur Preisverleihung erfolgt wie jedes Jahr am 10. Dezember in Stockholm, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. AP
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| Geändert am 9. Oktober 2000 12:15 von aj | ||||