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Sergej Roschkow freute sich über seinen Weltcup-Sieg.

"So blind sind wir doch nicht, wir haben eine leicht steigende Tendenz nachgewiesen. Dieses Resultat entspricht schon eher unserem Leistungsstand als der sechste Platz in der Staffel", erklärte Bundestrainer Frank Ullrich. Groß leistete sich einen Schießfehler, lag damit 27,3 Sekunden hinter Sieger Roschkow und freute sich über seine beste Einzel-Platzierung des Winters: "Ich habe mich kontinuierlich da oben in der Weltspitze festgefahren. Von dort kann ich in Richtung Sieg schielen." Hinter Groß liefen auch Sven Fischer (Oberhof/Fünfter), Carsten Heymann (Altenberg/14.) und Peter Sendel (Oberhof/15.) ins Vorderfeld.

Krisensitzung hat Beine gemacht

Den in der vergangenen Woche enttäuschenden deutschen Herren hatte offensichtlich eine "Krisensitzung" zu Wochenbeginn Beine gemacht. "Wir haben uns alle zusammengesetzt, nach Lösungen gesucht und einige gefunden. Die Techniker haben wie wild gearbeitet und so gravierend ist unser Material-Rückstand auch nicht mehr", bilanzierte Ullrich. Poiree nahm Groß auf den letzten zwei Kilometern trotzdem allein fast 30 Sekunden ab. Ein Grund dafür soll ein beispielsweise von Poiree verwendeter Geheimschliff der Ski-Laufflächen sein, "wo wir einfach in der Entwicklung hinterher sind" (Groß).

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Manuela Henkel landete als Siebte knapp vor ihrer Mannschaftskollegin Martina Zellner.

Auch die französischen Damen rasten den den deutschen Damen davon, bei dem die wegen einer leichten Erkältung geschonte Uschi "Turbo" Disl (Moosham) schmerzlich vermisst wurde. Erfreulich aus deutscher Sicht war lediglich die starke Rückkehr der nach langer Erkrankung samt Mandeloperation erstmals wieder im Weltcup eingesetzten Ex-Weltmeisterin Zellner. "Die zwei Schießfehler haben gestört, aber ich fühle mich immerhin fit."

Beim Laufen zulegen

Die Mehrzahl der deutschen Biathleten muss allerdings bis zur WM im Februar im slowenischen Pokljuka körperliche Defizite gegen die Weltspitze aufholen. Ullrich: "Im Laufbereich müssen wir ganz eindeutig zulegen. Aber das bedeutet nicht, dass wir mehr trainieren, sondern mit Köpfchen." Möglich ist das in Europa derzeit nur im 1.600 Meter hoch gelegenen Antholz, wo als Ersatz für das slowakische Osrblie bereits die dritte Woche in Folge Weltcup-Rennen stattfinden. Die wässrige Strecke war auch dank der unter den Gefrierpunkt gesunkenen Temperaturen mit tonnenweise herangekarrtem Schnee wieder perfekt präpariert worden.

Von Ossi Kofler, sid - Fotos: ap

Geändert am 14. Dezember 2000 16:41 von sab
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