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Bundesliga-Kehraus: Kellerduell in UnterhachingDicke Luft bei Werder BremenBremen/München - Hartmut Strampe ist auch wieder da. Vielleicht hat der Schiedsrichter aus Handorf ja diesmal einen besseren Durchblick als am 1. Dezember. Da pfiff er die Bundesliga-Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und Werder Bremen nicht an, weil ihm die Verhältnisse im Sportpark zu nebulös waren.
Am Mittwoch (18.15 Uhr) startet nun der zweite Versuch. Und wenn nicht alles täuscht, dann hoffen die krisengeschüttelten Grün-Weißen von der Weser heimlich wieder auf Nebel - oder Schneesturm, Sintflut, Rasenfäule. Jedenfalls etwas, dass die Partie erneut unmöglich macht. Spielern wird gedrohtDie Stimmung ist nicht gut in der Hansestadt nach dem 1: 3-Debakel bei Energie Cottbus. In einem offenen Brief haben sich Vorstand und Trainer Thomas Schaaf an die Fans gewandt und Konsequenzen für die Spieler angedroht: "Die Art und Weise, wie verloren wurde, ist in dieser Form nicht zu akzeptieren", teilen die Vereinsoberen dem zahlenden Anhang mit, "das disziplinlose Verhalten einzelner Spieler wird in dieser Form nicht mehr geduldet. " Abstiegskampf statt Uefa-Cup - mit 20 Punkten steckt Werder auf Rang 13 mittendrin im Keller und ist punktgleich mit den Gastgebern. Die aber sind mit ihrem Los zufrieden. "Ich bin sehr über den Saisonverlauf erfreut", sagt Trainer Lorenz-Günter Köstner, "wir wollen mit einem Sieg in die Winterpause gehen, 23 Punkte wäre fantastisch."
Auch Köstner hat SorgenPersonelle Sorgen hat Köstner auch nicht - anders als sein norddeutscher Kollege. Rade Bogdanovic und Mladen Krstajic wurden nach ihren Ausrastern in Rostock mittlerweile vom Deutschen Fußball-Bund für fünf beziehungsweise sechs Wochen gesperrt und bekamen saftige Geldstrafen aufgebrummt. Ailton und Claudio Pizarro fehlen wegen ihren fünften Gelben Karten. Dazu ist der Einsatz von Kapitän Frank Baumann (Oberschenkelzerrung) unwahrscheinlich, der von Andreas Herzog (Knie) und Raphael Wicky (Wade) unsicher. Schaaf hat deshalb den U-18-Nationalspieler Simon Rolfes nominiert. Präsident Fischer stärkt Schaaf den RückenDer schweigsame Übungsleiter steht trotz der sportlichen Krise noch nicht zur Debatte. "Wir haben in den letzten fünf Jahren fünf Mal die Trainer gewechselt", sagt Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Fischer, "vielleicht ist es jetzt an der Zeit, sich von einigen Spielern zu verabschieden." Im Winter könnte dann das personelle Großreinemachen einsetzen. "Wir werden dafür sorgen, dass in Zukunft nur noch Spieler das Werder-Trikot tragen, die sich in hohem Maße mit dem Verein identifizieren", heißt es im Appell an die Fans. Von Andreas Hardt, sid - Fotos: AP, dpa
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| Geändert am 19. Dezember 2000 15:38 von sab | ||||||||||