IVWPixel Zählpixel
Amateure wollen Pokal-Sensation
Ski: Martina Ertl baut Führung aus
Aus: Für "Waldi" ist kein Platz mehr
Dicke Luft bei Werder Bremen
Nowitzki trifft wie einst Larry Bird
Steffi: An Sport ist nicht zu denken
Trial: RZ-Online verlost Karten
Sportlerwahl: Glanz&Prominenz
Italien: Bierhoff nur zweite Wahl
Ronny Weller
vor Filmdebüt



Waldmann hängt Motorrad-Helm an den Nagel

Im Zweirad-Zirkus ist kein Platz mehr

Ausgemustert und abgeschoben: Ralf Waldmann hat den Kampf um einen Platz im Zweirad-Zirkus endgültig verloren. Nach 15 Jahren Grand-Prix-Sport zog der zweimalige Vize-Weltmeister in der 250-ccm-Klasse die Konsequenz aus seinen erfolglosen Bemühungen um einen Startplatz und hängt seinen Motorrad-Helm an den Nagel.

Anklicken zum Vergrößern
Das war einmal: Weil es keinen neuen Vertrag gibt, muss Ralf Waldmann vom Motorrad steigen.

"Jetzt bleibt mir nur noch die Autoschiene, sonst ist wirklich alles tot", sagt Waldmann. Der Deutsche, der in seiner Motorrad-Karriere 20 WM-Rennen gewonnen hat, gibt sich keinen Illusionen mehr hin und meint verbittert: "Ich bekomme höchstens noch einen GP-Startplatz, wenn sich bei den Testfahrten oder später jemand verletzt."

Superbike-Absage

Der 34 Jahre WM-Pilot aus Ennepetal, lange Zeit das alleinige deutsche Aushängeschild in der Zweirad-Branche, musste binnen zwei Wochen zwei entscheidende Rückschläge hinnehmen. Erst platzte die Hoffnung auf das geplante Team mit dem früheren Grand-Prix-Piloten Martin Wimmer, dann erhielt Waldmann überraschend auch noch eine Absage für die Superbike-WM.

Nach Wochen zwischen Hoffen und Bangen bekam Waldmann das Aus per Telefon übermittelt. Am anderen Ende der Leitung war Giuseppe Bernicchia, Manager des Superbike-Werkteams von Aprilia. Von dem Italiener wurde "Waldi" kurz und bündig wieder von den geplanten Jerez-Testfahrten ausgeladen. Den erhofften Platz des Deutschen erhält stattdessen der Italiener Regis Laconi.

Abrechnung mit Wut im Bauch

Waldmann versteht die Welt nicht mehr, zumal der WM-Promoter Flaminni einen Teil seiner Gage übernehmen wollte, wie zumindest der Ausgemusterte versichert: "In Hockenheim und Oschersleben finden zwei deutsche WM-Läufe statt, deshalb hätte man Wert auf einen Lokalmatador gelegt."

Mit Wut im Bauch rechnet Waldmann mit den Verantwortlichen ab und sieht jetzt schwere Zeiten auf seine Sportart in Deutschland zukommen. "Ich muss alle bedauern, die nach mir antreten, denn im deutschen Grand-Prix-Sport ist nicht mehr viel los, wenn selbst ich trotz zweier Saisonsiege kein Team und kein Geld mehr auftreibe", sagt Waldmann und betont: "Ich war der Einzige, der in diesem Jahr mit einer 250-er-Aprilia gewonnen hat - sogar im Regen. Das hat vorher keiner geschafft."

Porsche-Supercup als einzige Alternative weiterblättern
 
Geändert am 19. Dezember 2000 16:13 von sab
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Alles zur Fußball-Bundesliga Alles zur Formel 1 Aktuelle Agenturmeldungen zum Sport Leserbrief schreiben Zur Homepage Sport-Homepage von RZ-Online Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur Homepage