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Handball: Kiel wieder im Rennen
Im Überblick: Ergebnisse und Tabelle der Handball-Bundesliga

Handball-Bundesliga: THW Kiel meldet sich zurück

Müde "Zebras" bissen Zähne zusammen

Kiel/Leipzig - Die Nordlichter sind für den Winter gerüstet. Während die SG Flensburg-Handewitt mit dem 29:21 gegen den VfL Gummersbach souverän die Tabellenspitze in der Handball-Bundesliga verteidigte, heizte der THW Kiel dem SC Magdeburg richtig ein. Die zuletzt schwächelnden "Zebras" besiegten die Bördeländer am 17. Spieltag dank einer Energieleistung mit 26:22.

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Angeschlagen, aber erfolgreich: THW-Recke Nenad Perunicic.

"Es war schon erstaunlich, was meine Männer körperlich noch zu leisten in der Lage waren. Das hätte ich ihnen nicht zugetraut", lobte THW-Trainer Zvonimir Serdarusic.

"Gewinnen, egal wie"

Allerdings hatte der Coach ("Ich weiß nicht, wen ich aufs Parkett schicken kann") vor der Richtung weisenden Begegnung hoch gepokert. Ohne Magnus Wislander (Bandscheiben-Vorfall), Mike Bezdicek (Bronchitis), Nenad Perunicic (Sprunggelenksverletzung) und Staffan Olsson (Rippenprellung) wollte er antreten. Doch die "Recken" bissen die Zähne zusammen und kämpften den SCM in der zweiten Hälfte nieder. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, egal wie", sagte der überragende Torhüter Steinar Ege und schaute bereits in die Ferne: "Wenn wir am Samstag in Nettelstedt gewinnen, dann sind wir auch wieder mit im Rennen um die Meisterschaft."

Magdeburg macht zu viele Fehler

Für den gut in die Saison gestarteten SC Magdeburg kann es zu Weihnachten dagegen knüppeldick kommen. Einen Tag vor Heiligabend empfängt der Tabellen-Zweite (26:8) die punktgleiche SG Wallau- Massenheim. Gegen die hungrigen Youngster muss unbedingt der 13. Saisonsieg her. Dann hofft SCM-Coach Alfred Gislason auf einen besseren Rückraum: "Gegen Kiel war das der Knackpunkt. Es kam einfach zu wenig. Außerdem haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Wenn man in Kiel gewinnen will, muss alles passen."

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Bedient nach der Niederlage: Stefan Kretzschmar.

Abwehr als Bollwerk

Die Kieler hatten mit Magdeburgern, die in der Ostseehalle auch im elften Anlauf sieglos blieben, nur leichte Anfangsprobleme. "Ganz schön aggressiv das Spiel", staunte der verletzte Abwehr-Organisator Klaus-Dieter Petersen auf der Tribüne. Immerhin erhielten Olsson und Bezdicek frühzeitig die zweite Zeitstrafe. Nach dem Wechsel stand die THW-Abwehr wie ein Bollwerk. "Wir haben kein Mittel gefunden, die Kieler Abwehr auseinander zu ziehen", bilanzierte Gislason.

Für Willstätt wird´s schwer

Schwere Zeiten brechen für die SG Willstätt-Schutterwald heran. Ein Nichtabstiegsplatz rückt in immer weitere Ferne. Das Team von Trainer Ole Andersen verlor gegen Aufsteiger SG Solingen mit 21:22. "Die SG Willstätt-Schutterwald ist stark genug, den Klassenerhalt zu schaffen - ob mit oder ohne Trainer Andersen", so der Coach zweideutig nach dem Spiel. "Man kann nicht dem Trainer die ganze Schuld zuschieben, denn auf dem Feld stehen letztlich die Spieler", versuchte sich SG-Pressesprecher Udo Künster vor dem Spiel am Samstag beim ThSV Eisenach als Diplomat.

Von Frank Kastner, dpa - Fotos: AP, dpa

Geändert am 21. Dezember 2000 16:37 von sab
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