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Nobody Gruber gewinnt Weltcup-Riesenslalom in Bormio

Selbst für Maier war der Trubel zu groß

Bormio - Auch ein Hermann Maier hat Nerven. Am Tag nach der Posse um die Aufhebung seiner Sperre musste sich Österreichs Skiheld beim Weltcup-Riesenslalom der Herren in Bormio/Italien mit dem ungewohnten zehnten Platz zufrieden geben.

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Hermann Maier nachdenklich: Der Seriensieger musste sich in Bormio mit dem zehnten Platz zufrieden geben.

"Ich war müde, im zweiten Lauf ist nix mehr gegangen", gestand der "Herminator" nach dem schlechtesten Riesenslalom-Resultat der Saison ungewohnt kleinlaut: "Wenn man so aus dem Wettkampf-Rhythmus gerissen wird, fehlt einem was. Ich habe gemerkt, der ganze Trubel um mich ist zu groß geworden. Darum ist es jetzt wichtig, dass ich wegkomme und über Weihnachten wieder zur Ruhe finde."

Im Weltcup weiter vorn

Trotz des Rückschlags im letzten Herren-Rennen des Jahres behauptete Maier, dessen Sperre nach dem Wirbel von Val d Isere durch die Beschwerde-Kommission des Ski-Weltverbandes FIS erst am Tag vor Bormio aufgehoben worden war, die Führung im Gesamtweltcup. Mit 657 Punkten führt der Titelverteidiger nach 14 von 39 Rennen weiter überlegen vor dem Norweger Lasse Kjus (441), der in Bormio auch nur Achter wurde.

Christoph Gruber als strahlender Sieger

Dafür fuhr Österreichs Jungstar Christoph Gruber auf der extrem schweren und eisigen Piste Stelvio überraschend zum ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Der 24-jährige Tiroler, der beim Riesenslalom in Val d Isere nicht mal gut genug für das österreichische Team war, stürmte mit einem überragenden zweiten Lauf vom siebten auf den ersten Platz.

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Nobody auf dem Siegerpodest: Christoph Gruber.

"Schönstes Geschenk"

"Es war für mich völlig unerwartet, aber das sind die schönsten Siege", sagte der junge Österreicher im Ziel: "Ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann es nicht geben." Sein bestes Weltcupresultat hatte er zuvor mit Platz zwei im Super-G von Beaver Creek/USA erzielt.

In 2:12,33 Minuten verwies Gruber den Amerikaner Erik Schlopy (2:12,52) mit 0,19 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Der nach dem ersten Lauf führende Schwede Fredrik Nyberg (2:12,76) musste sich mit Rang drei begnügen.

Deutsche Läufer nicht am Start

Deutsche Läufer waren in Bormio nicht am Start. Markus Eberle (Kleinwalsertal) schonte sich nach einer Bänderverletzung, Florian Eckert (Lenggries) und Stefan Stankalla (Partenkirchen) bestritten zwei Fis-Rennen auf der Marmolata/Italien und belegten dort die Plätze eins und zwei.

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Geändert am 21. Dezember 2000 17:03 von sab
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