... Selbst für Maier war der Trubel zu groß
Thema des Tages in Bormio aber war Hermann Maier und der Komödienstadl nach seiner Disqualifikation in Val d Isere. Die Beschwerde-Kommission der FIS, die am Vortag unter Vorsitz eines Österreichers ausgerechnet im ÖSV-Hauptquartier in Innsbruck getagt und die Sperre des "Herminators" aufgehoben hatte, traf nicht nur für FIS-Renndirektor Günther Hujara eine eigenartige Entscheidung: "Das ganze hat einen bitteren Beigeschmack."
"Es war höchste Zeit, dass man reagiert"
Aus Solidarität mit Hujara beschlossen die Trainer aller anderen Nationen, dem mit Nummer eins ins Rennen gegangenen Maier während seiner Fahrt demonstrativ den Rücken zuzukehren. "Wenn man so etwas vor dem Start hört, stört das schon die Konzentration", gestand der Doppel-Olympiasieger und -Weltmeister. Dieter Bartsch, österreichischer Cheftrainer der Schweizer, sah das ein bisschen anders: "Wenn ein Maier zwei Jahre nur provoziert, war es höchste Zeit, dass endlich jemand reagiert." Ob der "Herminator" die in Val d Isere verhängte Geldstrafe von 32.000 Mark bezahlen muss, wird letztendlich erst das oberste Schiedsgericht der FIS entscheiden. Maier jedenfalls kündigte weitere Schritte an: "Von der ÖSV-Verbandsseite her wird sich noch einiges tun." Von Peter Staub, sid - Fotos: AP, dpa
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