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Ski alpin: Öster- "Raich" im Rausch
Damen-Weltcup in Haus: Gerg meldet sich zurück

Alpine Damen: Abfahrt und Super-G in Haus

Patientin Gerg meldet sich zurück

"Auf gutem Weg zur WM" - Kostelic und Götschl räumen ab

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"Das waren zwei gute Rennen von mir": Hilde Gerg

Haus im Ennstal - Zwei Wochen vor den alpinen Ski-Weltmeisterschaften hat sich Rekonvaleszentin Hilde Gerg eindrucksvoll in der Weltspitze zurückgemeldet. Unbeeindruckt von dem Sturzfestival auf eisiger Piste fuhr die 25-jährige Lenggrieserin bei der Weltcup-Abfahrt in Haus im Ennstal (Österreich) zunächst auf den guten elften Platz und steigerte sich viereinhalb Stunden später im Super-G sogar noch auf Rang zehn. Ein elfter Platz in der Kombination am Sonntag beim Slalom in Flachau rundete das gelungene Comeback ab.

"Das waren zwei gute Rennen von mir", stellte die Slalom-Olympiasiegerin nach dem anstregenden Tag auf der eisigen Krummholz-Piste zufrieden fest: "Es fehlt zwar noch die letzte Aggressivität, die mich im letzten Jahr ausgezeichnet hat, aber ich bin auf einem guten Weg." Auch Cheftrainer Wolfgang Maier war schwer beeindruckt: "Das war der erste richtig gute Auftritt seit ihrer Verletzung. Damit hat sie den Anschluss an die Weltspitze geschafft." Insgesamt konnte der Coach nicht zufrieden sein: "Hilde hat das Mannschafts-Ergebnis verschönert. Das war auf keinen Fall besser als Note drei."

Auch Martina Ertl hat Starterlaubnis

Dennoch darf der DSV urplötzlich wieder von WM-Medaillen träumen. Martina Ertl (Lenggries), die am 30. Dezember einen Innenband-Teilriss im rechten Knie erlitt, erhielt von den Ärzten grünes Licht und wird in der zweiten Woche von St. Anton im Slalom und Riesenslalom definitiv starten. "Dr. Ernst-Otto Münch sagt, es sieht sehr gut aus. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, ist sie mit Sicherheit dabei", meinte Maier.

Die eine auf dem Weg der Besserung, die andere auf dem Weg zur alten Stärke. Hilde Gerg erreichte in Haus die mit Abstand besten Weltcup-Resultate seit ihrem komplizierten Beinbruch vor elf Monaten. Nach ihrem Ausstieg aus dem Weltcup Anfang Dezember in Val d'Isere hatte sie die Saison fast schon abgeschrieben, nun kann sie der WM durchaus hoffnungsfroh entgegensehen. Dennoch blieb sie am Boden: "Es wäre unrealistisch, jetzt zu glauben, dass ich in St. Anton schon wieder unter die ersten Drei fahren kann. Es war ein guter Anfang hier, aber so weit bin ich noch nicht."

Zweite Garde mit gemischten Gfühlen

Achtbar schlug sich auch Sybille Brauner (Aising-Pang), die in der Abfahrt Platz 13 und im Super-G Platz 18 erreichte. Petra Haltmayr (Rettenberg) erwischte dagegen einen rabenschwarzen Tag. Erst stürzte sie in der Abfahrt nach 30 Sekunden, dann fuhr sie im Super-G nach einer Minute an einem Tor vorbei. Im Slalom landeten Stefanie Wolf und Monika Bergmann nur auf den Rängen 23 und 27.

Kostelic: sechster Sieg in Serie

Die großen Siegerinnen des sonnigen Wochenendes waren Janica Kostelic und die Österreicherin Renate Götschl. Im Slalom feierte die 19-jährige Kroatin ihren sechsten Sieg in Serie vor den zeitgleichen Karin Köllerer (Österreich) und Laure Pequegnot (Frankreich) und übernahm dank des Kombinations-Sieges vor der Amerikanerin Caroline Lalive die Führung im Gesamt-Weltcup mit 907 Punkten vor Götschl (812).

Dafür feierte Österreichs Gesamt-Weltcupsiegerin und Weltmeisterin in der Abfahrt ihren dritten Saisonsieg. In 1:44,00 Minuten verwies sie die Italienerin Isolde Kostner (1:44,05), die Kanadierin Melanie Turgeon (1:44,08) und die Französin Regine Cavagnoud (1:44,10) auf die Plätze zwei bis vier.

Götschl: "Nichts Schöneres als zu Hause zu gewinnen"

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Sammelt Selbstvertrauen: Abfahrts-Siegerin Renate Götschl

Im Super-G landete Götschl hinter Cavagnoud, die ihren zweiten Saisonsieg feierte, und Turgeon auf Platz drei. "Es gibt nichts Schöneres als zu Hause zu gewinnen", meinte Götschl, die in Obdach in der Steiermark wohnt: "Vor allem aber gibt einem jedes gute Ergebnis noch mehr Selbstvertrauen für die WM."

Sturzfestival in Haus

Überschattet wurde die Abfahrt in Haus von schweren Stürzen, insgesamt sieben Läuferinnen kamen auf der eisigen Piste zu Fall. Am schlimmsten erwischte es die Amerikanerin Alison Powers, die am letzten Tor im Zielhang stürzte und einen Trümmerbruch der linken Kniescheibe erlitt. Die 21-Jährige, die trotzdem noch mit beiden Ski als 16. über die Ziellinie rutschte, fällt für den Rest der Saison aus.

Die prominenteren Pernilla Wiberg (Schweden), Corinne Rey-Bellet (Schweiz) und Brigitte Obermoser (Österreich), die allesamt in einer Rechtskurve rund 20 Sekunden vor dem Ziel in die Sicherheitsnetze flogen, kamen mit Prellungen davon.

Markus Seyrer, sid

Geändert am 14. Januar 2001 16:57 von to
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