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Tennis:Spitzenduo im Wartestand
Starke Gegner bei Australian Open
Neues Jahr, große Ziele: Haas und Kiefer wollen in Top Ten

Australian Open in Melbourne

Deutsches Spitzenduo im Wartestand

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Muss schon mal ran - wenn auch nur zur Show: Gustavo Kuerten, einer der Favoriten der Australian Open 2001 ab Montag

Melbourne - Während Daviscup-Kollege David Prinosil am Montag sein Auftaktmatch bei den Australian Open gegen Sergi Bruguera bestreitet und Markus Hantschk bei seinem ersten Auftritt in Melbourne versucht, gegen Francisco Clavet zu bestehen, konnten Tommy Haas und Nicolas Kiefer noch eine Trainingseinheit einschieben.

Die Organisatoren haben die beiden besten Deutschen, die das 17 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres anführen, erst am Dienstag angesetzt. Zeit, um weiter an der Form zu arbeiten, aber auch Zeit, um über die schwierige Auslosung nachzudenken.

"Ich mache mir über Lleyton Hewitt noch gar keine Gedanken", meint Tommy Haas: "Erstmal muss ich Nicolas Massu schlagen." Danach stünde der "Knüller" gegen Australiens neuen Publikumsliebling an, wenn der sein schweres Auftaktmatch gegen Jonas Björkman besteht. Gegen Massu hatte Haas vor einer Woche im Finale von Auckland glatt gewonnen und damit den zweiten Turniersieg seiner Karriere eingefahren. Dennoch hat er das Match gegen den Südamerikaner noch nicht abgehakt: "Er wird was gut machen wollen, und er wird sicher besser aufschlagen als in Adelaide."

Steeb: "Anfangs gegen Große leichter"

Auch auf Kiefer wartet wahrscheinlich schon in der zweiten Runde eine echte Bewährungsprobe in dem Melbourne-Sieger von 1999 und Vorjahresfinalisten Jewgeny Kafelnikow. Kiefer, der nach seiner langen Verletzungspause noch lange nicht in Bestform ist und zuletzt viermal in Folge verlor, muss am Dienstag zunächst gegen Wayne Black aus Simbabwe antreten: "Ein unangenehmer Spieler", meinte der 23-Jährige: "Aber ich war nicht gesetzt, da kann es eben zu so unglücklichen Auslosungen kommen."

Daviscup-Kapitän Carl-Uwe Steeb sieht die schwierigen Aufgaben für seine Schützlinge, die im Februar die beiden Einzel im Erstrundenduell in Braunschweig gegen Rumänien bestreiten sollen, mit gemischten Gefühlen: "Es ist ein Nachteil, wenn man nicht gesetzt wird. Andererseits muss man ohnehin alle Großen schlagen, wenn man weit kommen will. Und das ist oft zu Turnierbeginn leichter als später."

Der gebürtige Hamburger Haas strahlt trotz seiner schweren Sektion, in der in der dritten Runde der ehemalige Weltranglisten-Erste Marcelo Rios warten könnte, Optimismus aus. Bei den Australian Open 1999 hatte er als Halbfinalist sein bislang bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier erzielt. Haas liebt die hochsommerliche Hitze und den mittelschnellen Rebound-Ace-Boden, der auch bei seinem Sieg in Adelaide und der olympischen Silbermedaille in Sydney auf dem Platz verlegt war.

Haas fühlt sich absolut fit

"Mein Rücken ist völlig okay, ich fühle mich absolut fit und habe in den letzten Wochen gut gearbeitet", sagt Haas. Mit der Verpflichtung des australischen Fitness-Gurus Gavin Hopper hat das "schlamperte Talent" Haas vor sieben Wochen möglicherweise einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Die Trennung vom Nick-Bollettieri-Camp, wo er seit seinem zwölften Lebensjahr zum Profi ausgebildet wurde, scheint endgültig vollzogen - Haas wird "erwachsen".

Zunächst ist die Zusammenarbeit mit Hopper bis nach den Australian Open vereinbart, eine Fortsetzung ist wahrscheinlich. "Wir haben sehr viel für meine Fitness getan und sehr hart gearbeitet", sagt Haas: "Außerdem hilft er mir, mich besser auf mein Tennis zu konzentrieren." Durch schlechte Kondition und eine oft mangelhafte Einstellung war er im letzten Jahr von Platz zehn der Weltrangliste auf Rang 23 abgestürzt. Dazu kamen die ständigen Rückenprobleme, die nur mit dauernder Pflege in den Griff zu bekommen sind. Haas sucht deshalb weiterhin einen Physiotherapeuten, der ihn dauerhaft auf der Tour begleitet.

Andreas Hardt, sid

Geändert am 14. Januar 2001 19:29 von to
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