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Biathletin Zellner versagten Nerven
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Zellner ließ die Scheiben stehen

Antholz - Eine in dieser Forme selten erlebte Schießpleite von Schlussläuferin Martina Zellner hat die deutschen Biathletinnen um den fast sicheren Staffel-Triumph und das dringend benötigte Erfolgserlebnis vor der anstehenden WM in Pokljuka gebracht. Die Staffel-Olympiasiegerin vom SC Hammer lag beim Weltcup in Antholz zu Beginn des letzten Schießens 30 Sekunden vor der Konkurrenz, ließ dann aber zwei Scheiben stehen und fiel auf Rang vier zurück.

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Im Ziel untröstlich: Pechvogel Martina Zellner.

"Ich war so nervös. Es war doch meine Qualifikations-Chance", stammelte Zellner, die im Ziel ihre Tränen nicht bremsen konnte. Zuvor hatten bereits Uschi Disl (Moosham) und Katrin Apel (Oberhof) am Schießstand fehlerhaft gearbeitet. Nur Weltcup-Debütantin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) konnte die Erwartungen erfüllen.

Norwegen wieder vorn

Norwegen feierte mit Ann Elen Skjelbreid, Gro Marit Istad, Linda Tjörhom und Gunn Margit Andreassen vor Russland und der Ukraine den dritten Sieg im vierten Saisonrennen und fährt damit ungeschlagen als großer Favorit zur WM ins slowenische Pokljuka (3. bis 11. Februar).

Dagegen bot das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV), das im Dezember in Abwesenheit der Norwegerinnen gewonnen hatte, die schlechteste Saisonleistung. "Ich bin sehr enttäuscht. Ich dachte, wir hätten die Kurve gekriegt, aber die Mädel haben einfach den Rhythmus am Schießstand nicht gefunden. Jetzt wird es ganz schwer, wieder Ruhe in die Köpfe zu bekommen", meinte Uwe Müssiggang.

Konkurrenzkampf wirkt sich negativ aus

Der Bundestrainer vermutet als Ursache auch den harten Kampf um die vier Plätze in der WM-Staffel, aus der sich ausgerechnet die routinierte Zellner verabschiedet haben dürfte. "Ich weiß nicht, ob es geschickt wäre, Martina nach so einem Misserfolg gleich wieder in die nächste wichtige Staffel zu schicken", meinte Müssiggang.

Stamm-Startläuferin Uschi Disl knüpfte nahtlos an die zuletzt sehr schwachen Schießergebnisse an, verfehlte insgesamt vier von zehn Scheiben, musste fünfmal nachladen und dann einmal in die Strafrunde. "Uschi ist nach dem Trauma von Ruhpolding, wo sie neun Fehler im Jagdrennen schoss, total verunsichert", meinte Müssiggang, während die frustrierte Disl wortlos davonstapfte.

Wilhelms Glanzleistung half nicht weiterblättern
 
Geändert am 19. Januar 2001 17:16 von sab
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