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Hermann Maier gewinnt Super-G auf der "Streif" in Kitzbühel

"Das Wichtigste ist, dass der Ski läuft"

Cortina d'Ampezzo - Aller Stress, aller Druck scheinen Hermann Maier nichts anhaben zu können. Montags Training auf der WM- Strecke von St. Anton, dienstags in London Ehrung zum Wintersportler des Jahres 2000. Nun am Freitag in Kitzbühel auf der geliebt/ungeliebten "Streif" im Super-G der siebte Weltcup-Sieg des "Herminators" in diesem Winter und bereits der 35. seiner Karriere.

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Keiner fährt so kraftvoll um die Stangen: Hermann Maier in Kitzbühel auf dem Weg zum Sieg.

Unberührt von den unzähligen Interview-Wünschen, von allen Erwartungen seiner Ski-versessenen Landsleuten bestätigte der Flachauer vor seinen beiden Landsleuten Josef Strobl und Werner Franz die Favoritenbürde. Maier jagt weiter den Schweizer Primin Zurbriggen als vierterfolgreichsten alpinen Ski-Star aller Zeiten (40 Siege). "Das wichtigste ist, dass du den Ski laufen lässt, egal wohin", war Maier bestens zum Scherzen aufgelegt.

Max Rauffer schied aus

Deutsche Männer hatten erwartungsgemäß mit dem Ausgang des Weltcups nichts zu tun, nachdem der gerade genesene Max Rauffer (Leitzachtal) im Abfahrts-Training zwei Tage lang mit Stürzen für viel Gerede gesorgt, über eine vorzeitige Abreise nachgedacht hatte und dann im Super-G nach gut 20 Sekunden Fahrzeit vorzeitig ausstieg. Zuvor war bereits Florian Eckert (Lenggries) in die Fangzäune geflogen. Dagegen nähert sich im rund 300 Kilometer entfernten Cortina d'Ampezzo die Lenggrieserin Hilde Gerg nach ihrer schwierigen Verletzungsphase mit Platz elf wieder der Weltklasse an, obwohl es für eine Siegesfahrt noch zu früh ist.

Hilde Gerg mit aufsteigender Form

Die 25-Jährige bestätigte beim Abfahrts-Klassiker die Resultate des vergangenen Wochenendes in Haus im Ennstal. "Ich kann jetzt endlich wieder normal Rennen fahren", meinte die Lenggrieserin. Vor drei Jahren war Gerg noch Slalom-Olympiasiegerin geworden, dann aber durch einen Schien- und Wadenbeinbruch weit zurückgeworfen worden.

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Fuhr in Cortina der Konkurrenz davon: Isolde Kostner.

Hauchdünne Abstände

In 1:34,21 Minuten hielt sich der Abstand zur italienischen Siegerin Isolde Kostner (1:32,79) auf der mittelschweren Weltcup- Abfahrt mit 1,42 Sekunden in Grenzen. Gerade einmal 2/100 Sekunden war die zweimalige Super-G-Weltmeisterin schneller als die Österreicherin Renate Götschl (1:32,81). Auch die Französin Regine Cavagnoud (1:32,95) lag nur hauchdünn zurück. "Die drei fahren derzeit in einer eigenen Liga", gestand Hilde Gerg neidlos an.

Vor allem Götschl nähert sich allmählich immer mehr der Form der letzten Saison, in der sie erstmals den Gesamt-Weltcup erringen konnte. Gerade rechtzeitig zur Ski-Weltmeisterschaft im heimischen St. Anton, in der sie nicht nur die Goldmedaille aus der Abfahrt verteidigen will. "Die Basis für gute Titelkämpfe habe ich längst gelegt. Und mit dem Druck kann ich bestens umgehen", sagte die Österreicherin.

Von Günter Müller und Mathias Schneider, dpa - Fotos: AP, dpa

Geändert am 19. Januar 2001 14:38 von sab
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