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Verbissen beim Start, aber mit Verspätung im Ziel: Hermann Maier.

"Ehrlich gesagt, bin ich nicht mal so enttäuscht", behauptete Superstar Maier allen Ernstes, obwohl er nicht nur das programmierte Gold, sondern auch gegen Eberharter, den Super-G-Weltmeister von 1991, verloren hatte. Die alpine Großmacht Austria, zuvor nur bei der Frage nach dem Namen des österreichischen Siegers gespalten, war zu diesem Zeitpunkt bereits tief erschüttert: "Um Gottes Willen", jammerte der Reporter des österreichischen Fernsehens, als klar war, dass Rahlves die Zeit von Eberharter verbessern würde. Vor allem für den 31 Jahre alten Tiroler war dies bitter: Nach zwölf zweiten Plätzen im Weltcup hinter Maier nun endlich den Erzrivalen geschlagen, trotzdem nicht gewonnen.

DSV-Starter durchwachsen

Nicht wunschgemäß lief es auch für drei Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV). Das vergangene Wochenende hatte auf Grund vieler guter Platzierungen Hoffnungen geweckt, der angestrebte Platz unter den Top Ten sprang aber nicht heraus. Max Rauffer (Leitzachtal), Florian Eckert (Lenggries) und Stefan Stankalla (Partenkirchen) belegten auf dem äußerst anspruchsvollen Kurs "Karl Schranz" die Ränge 16, 17 und 21. "Ich bin ganz zufrieden", sagte Rauffer, der den Nachteil verarbeiten musste, mit Startnummer eins der Testpilot für die Konkurrenz zu sein. "Das Ergebnis gibt trotzdem Auftrieb, trotz eines großen Fehlers bin ich nicht weit weg von der Spitze."

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Das ist ist bitter: Stefan Eberharter war schneller als Herrmann Maier, wurde aber dennoch nur Zweiter.

"Echt crazy, oder?"

Die Deutschen noch auf dem Weg nach oben, Daron Rahlves schon wieder dort angekommen. "Echt crazy. Das ist ein toller Tag für mich", sagte der freche Sieger ("Wer ist Maier?"). Der ansonsten eher untypische, weil zurückhaltende US-Amerikaner war bereits 1993 einmal Weltmeister: mit dem Jet-Ski. Viel typischer: Der Kalifornier hatte bereits vor zwei Wochen in Kitzbühel, wo er Vierter im Super-G und Dritter in der Abfahrt geworden war, selbstbewusst angekündigt, dass er in St. Anton gewinnen werde: "Ich hatte dort dieses Gefühl, weil ich so gut gefahren bin. Aber es ist schon unglaublich, dass ich es gepackt habe", sagte der erste US-Weltmeister seit Schladming 1982, als Steve Mahre den Riesenslalom gewann.

Viel von Österreichern gelernt

Die Österreicher waren darüber einigermaßen verblüfft. Noch in Kitzbühel hatten sie Daron Rahlves einfach unterschlagen, weil er bei der Abfahrt auf der Streif zeitgleich mit Eberharter Dritter geworden war beim rot-weiß-roten Dreifach-Triumph. "Acht Hundertstel Rückstand auf ihn sind nicht viel, aber er ist gut gefahren", bekannte der ein wenig unglücklich dreinblickende Eberharter, der noch ein diabolisches Grinsen im Gesicht hatte, als er bei seiner Zieldurchfahrt vor Maier lag. Dabei hätten die Österreicher Rahlves eigentlich bestens kennen müssen: Das US-Team trainiert seit vergangenem Herbst zusammen mit Team Austria. "Da haben wir sehr viel gelernt", sagte US-Chefcoach Bill Egan verschmitzt.

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Geändert am 30. Januar 2001 15:03 von sab
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