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Bei der Handball-WM wird´s ernst: Tunesien wartetBrand fordert absolute DisziplinAlbertville - Mit kühlem Kopf und heißem Herz wollen Deutschlands Handballer am Mittwoch gegen den Olympia-Zehnten Tunesien ins WM-Viertelfinale stürmen und ihre Zielvorgabe erfüllen. "Jetzt beginnt die WM erst richtig. Jeder von uns weiß, um was es im K.o.-System geht", sagt Regisseur Markus Baur (Wetzlar), Deutschlands Handballer des Jahres: "Gegen die schnellen Tunesier müssen wir uns gedanklich umstellen."
Der Gedanke an das drohende Viertelfinale gegen Gastgeber und Ex-Weltmeister Frankreich wird derzeit noch verdrängt. Zumal die unorthodox und aggressiv agierenden Nordafrikaner in der Vorrunde mit Siegen über Slowenien (28:23) und Norwegen (28:19) aufhorchen ließen. "Wir haben Respekt, aber keine Angst", erklärte Bundestrainer Heiner Brand, der von seiner Mannschaft absolute Disziplin fordert: "Entscheidend wird sein, dass sie sich an die taktischen Vorgaben hält und die klare Linie auch in hektischen Phasen nicht verliert." Intensive Video-AnalyseAls Negativ-Beispiel wurde den jungen Wilden am Montag per Video nochmal die Vorrunden-Pleite gegen Spanien (22:31) vor Augen geführt. Brand: "Es ist wichtig, aus solchen Fehlern zu lernen." Dadurch erhofft sich der 48-jährige Gummersbacher auch die kollektive Konstanz, die der WM-Fünfte von 1999 bislang noch vermissen ließ. Die einzige offizielle Begegnung gegen Tunesien hatte die deutsche Auswahl am 21. Mai 1998 in Paris 28:21 gewonnen. Abwehr soll den Grundstein legenDer Grundstein für den Sprung ins Viertelfinale (1. Februar in Albertville) soll erneut in der Abwehr gelegt werden. Das Augenmerk liegt dabei vor allen Dingen auf Rückraumspieler Ben Amor, der sich in den Top Ten der WM-Torschützenliste befindet. In der Torwartfrage wollte sich Brand erst nach zwei Trainingseinheiten am Dienstagabend entscheiden, nachdem "Edelreservist" Henning Fritz (Magdeburg) gegen Grönland stark gehalten hatte. Auf die Übungseinheiten musste Jan-Olaf Immel verzichten. Der Wallauer plagt sich mit einer Rückenverletzung herum, soll aber einsatzfähig sein. Reise-Odyssee nach AlbertvilleViel Zeit zum Bummeln in der Olympiastadt von 1992 bleibt für die deutschen Spieler nicht. Aufgrund der Planungen des Veranstalters war die Mannschaft am Montag erst nach einer sechsstündigen Reise-Odyssee aus dem "nur" 328 km entfernten Besancon eingetroffen. Auf dem Weg in die 18.000-Einwohner-Stadt blickten dann doch einige Akteure unerlaubterweise in die Zukunft. "Mir käme Frankreich in der Runde der letzten Acht recht", sagte Kapitän Frank von Behren, "die stehen gegen uns unter Druck. Und außerdem haben wir uns in den letzten Vergleichen immer gut aus der Affäre gezogen." Von Ulrike Lange, sid - Foto: AP
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| Geändert am 30. Januar 2001 16:31 von sab | |||||||