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Schumi fiebert Testfahrten entgegen - BMW schon fleißigLobeshymnen für "Don Michele"Maranello/Italien - Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher fiebert der Probefahrt mit seinem funkelnagelneuen Dienstwagen entgegen. Sein Bruder Ralf dagegen hat die ersten Kilometer im neuen Renner schon hinter sich. "Mein erster Eindruck ist recht gut. Das Auto ist stabil und ziemlich einfach zu fahren, trotzdem arbeiten wir natürlich weiter hart", sagte der Williams-Pilot nach den ersten 33 Runden im neuen weiß-blauen FW23 in Barcelona.
Nach dem ersten Testtag auf dem Grand-Prix-Kurs in Spanien, der durch einen "komischen Sound" im BMW-Motor frühzeitig beendete wurde, stellte Chefingenieur Sam Michael fest: "Die erwarteten Kinderkrankheiten sind aufgetreten, aber das ist in dieser Phase ganz normal." "Heroisches Italienisch"Ähnliches kommt wohl auch auf den neuen Ferrari zu. Obwohl der rote Flitzer des dreimaligen Weltmeisters noch keine einzige Runde gedreht hat, wurde der Wagen am Tag nach der Vorstellung von Italiens Zeitungen mit Lobeshymnen überschüttet. "Die Göttin, der Göttinnen ist geboren", jubelte die "La Gazetta dello Sport" und auch "Don Michele" wurde von dem Blatt in den Himmel gehoben: "Schumi war bei der Präsentation in glänzender Form. Er hat in heroischem italienisch gesprochen. Es klang wie eine Regierungserklärung." Der Kerpener wird mittlerweile von den Tifosi heiß geliebt. Regen in Maranello soll Glück bringenAuch die Erwartungen an den 32-Jährigen sind hoch. "Der Ferrari 2001 ist geboren zum Siegen", erkannte der "Corriere dello Sport" nach dem ersten Blick und lobte den "F1-2001" überschwänglich: "Einzigartig, aggressiv, Ferrari. Das ist der neue Rote, der Schumacher und sein Team zur Titelverteidigung führen soll. Der Ferrari mit der Nummer 1 ist bereit, um über Jahre zu siegen." Selbst der Regen am großen Tag in Maranello soll nach einer alten italienischen Weisheit Glück bringen: "Ein nass gewordenes Auto ist ein mit Glück gesegnetes Auto."
"Zu früh für die Rente"Schumacher will am Donnerstag oder Freitag erstmals im Cockpit seines neuen Dienstwagens Platz nehmen, der dann bereit sein wird. "Meine Motivation war noch nie so stark. Mit 32 ist es zu früh, um in Rente zu gehen", sagte der dreimalige Weltmeister. Optimistisch ist auch Teamchef Jean Todt: "Es wird ein harter Kampf, aber wir sind gut gerüstet." Im Kampf um den WM-Titel, der am 4. März im australischen Melbourne beginnt, rechnet Schumacher mit den alten Gegner. Obwohl er einen Grand-Prix-Sieg auch seinem Bruder Ralf oder dem einen oder anderen Fahrer zutraut, werde die Meisterschaft an sich zwischen Ferrari und McLaren ausgetragen. Erzrivale McLaren-Mercedes präsentiert den neuen Silberpfeil erst am 7. Februar in Valencia. Bis dahin will sich Schumacher in seinem Ferrari bereits einen vielleicht vorentscheidenden Vorsprung verschafft haben. Von Volker Gundrum, dpa
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| Geändert am 30. Januar 2001 15:33 von sab | ||||||||||