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Biathlet Frank Luck: Oldie peilt WM-Medaillen an

Unermüdlicher Kämpfer aus Thüringen

Pokljuka - Ob als "Ruck-Zuck-Luck" oder "Lucky Luck" - der Name Frank Luck ist in der Biathlon-Szene weltweit ein Gütesiegel. Bei den am Samstag mit dem Sprintrennen (10.15 Uhr/live im ZDF) beginnenden Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka (3. bis 11. Februar) tritt der erfolgreichste deutsche Skijäger aller Zeiten als Titelverteidiger im Jagdstart und wie so oft als heißer Medaillen-Kandidat an.

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33 Jahre und kein bisschen müde: Frank Luck.

"Nach dem verkorksten Saisonbeginn bin ich erstmal froh, überhaupt mitfahren zu können", sagt der für den WSV Oberhof startende Luck zurückhaltend: "Natürlich will ich so viele Wettkämpfe wie möglich bestreiten und vorne mitmischen." Vorne ist für den unermüdlichen Kämpfer aus Thüringen der Gipfel des Siegertreppchens. Von zehn WM-Teilnahmen brachte der 33-Jährige neunmal Gold und insgesamt 17 Medaillen mit nach Springstille, wo er mit Frau, zwei Töchtern und Jagdhund Don ein Haus bewohnt.

Russen als ärgste Konkurrenten

Mit dem im Vorjahr in Oslo errungenen WM-Titel im Jagdrennen, dem einzigen deutschen Gold in Norwegen, verdrängte er in der ewigen WM-Bestenliste seinen langjährigen Trainer Frank Ullrich (neunmal Gold, viermal Silber) vom dritten Platz. Die in dieser Wertung führenden Russen Alexander Tichonow (elf Titel) und Jelena Golowina (zehn) dominierten noch zu Zeiten, als die Skijäger die belächelten Exoten des Wintersports waren. Das Duo könnte Luck schon in Pokljuka überholen.

Mit Sondertraining zurück in die Erfolgsspur

Nach Zuwachs für seine Medaillen-Sammlung sah es in diesem Winter lange nicht aus. Vor Saisonbeginn erwischte ihn im Trainingscamp in den USA eine heftige Infektion. Luck rannte den Besten im Dezember deutlich hinterher und geriet gar in Gefahr, die WM nur am Fernseher zu erleben. Schweren Herzens stieg er ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Oberhof nach dem ersten Rennen aus, absolvierte in Ridnaun/Südtirol ein spezielles Aufbautraining und feierte eine Woche später als Zweiter und Vierter bei den Weltcup-Rennen von Ruhpolding ein spektakuläres Comeback.

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Geändert am 2. Februar 2001 16:22 von sab
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