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Hitzige Debatte mit den "geldgierigen 14"?Spitzenclubs suchen nach KonzeptenEuropas Fußball-Funktionäre diskutieren übers GeldMünchen/Nyon - Champions League und Uefa-Cup ruhen noch, dafür rotieren die Funktionäre. Am Dienstag und Mittwoch treffen sich über 60 europäische Spitzenklubs - darunter Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, der Hamburger SV, der 1. FC Kaiserslautern und der VfB Stuttgart - in Nyon zu einem Workshop, bei dem die Europäische Fußball-Union (Uefa) über die Zukunft der europäischen Wettbewerbe (Champions League, Uefa-Cup) reden will.
Hauptsächlich wird es um die Reform der Champions Leage gehen, bei der wohl auch die Geldgierigsten der "G14" (Branchenspott: Die geldgierigen 14) einsehen müssen, dass Fan und Fernsehen dieses Format mit Vor- und Zwischenrunde nicht mehr akzeptieren. Die "G14" sitzen - einschließlich Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge - mit am Tisch. Sammelsurium von GescheitertenParallel dazu geht es um eine Aufwertung des Uefa-Pokals, der inzwischen zu einem Sammelsurium von Gescheiterten, zufälligen Pokalsiegern, Fairplay-Gewinnern, UI-Cup-Überlebenden und Dritten der ersten Champions-League-Runde verkommen ist, die als Verlierer automatisch in die dritte Runde des Uefa-Cups einziehen dürfen. Das besagt alles über die Wertigkeit des "Looser-Cups", der weder von Klubs noch vom Fernsehen sonderlich geschätzt wird: Durch das von den Fans goutierte nach wie vor bestehende K.o.-System fehlt Vereinen wie Rechte-Schacherern die "Planungssicherheit". Auch auf der Themenliste steht der Vorstoß von Vereinen wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven, RSC Anderlecht, Benfica Lissabon und Glasgow Rangers, eine "Atlantikliga" einführen zu wollen. Diese einst durchaus renommierten Klubs beklagen, durch die Beschränktheit ihrer Einwohnerzahl und damit des Fernsehmarktes nicht mehr die Einnahmen generieren zu können, welche den "Top Five" (Deutschland, England, Italien, Spanien, Frankreich) via Champions League garantiert werden und damit mittelfristig nie mehr die Champions League gewinnen zu können. Sie wollen einen europäischen Markt schaffen, um damit via TV europaweit agierende Sponsoren gewinnen zu können. Dafür sind die Klubs sogar bereit, auf einen Start in den nationalen Meisterschaften zu verzichten. Ihr Argument: Wenn Ajax, PSV und Feyenoord die Meisterschaft in den Niederlanden nicht mehr unter sich ausmachen, wird der Wettbewerb in Holland spannender und die Zuschauerzahlen steigen. Mario Monti bittet zum GesprächDonnerstag und Freitag - also im Anschluss an den Vereins-Workshop - tritt das Uefa-Exekutiv-Komitee, dem als einziger deutscher Vertreter Gerhard Mayer-Vorfelder angehört, zusammen. Theoretisch könnte es Ergebnisse der beiden Vortage sofort in Beschlüsse umsetzen. Wahrscheinlicher ist, dass allfällige Vorschläge an Kommissionen verwiesen werden zwecks genauerer Prüfung. Thema wird natürlich auch die Haltung der Uefa und der Klubs ("Arbeitgeber") zu der kommenden Transferregelung sein. Welt-Verbands-Präsident Joseph Blatter und Uefa-Boss Lennart Johansson wurden von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zu einem Sondierungsgespräch noch in dieser Woche gebeten. Ziel ist es, vor dem großen "Gipfel" am 16. Februar in Brüssel schon im Vorfeld die Verhandlungsspielräume und die Kompromissmöglichkeiten abzustimmen. Brüssel will den Schwarzen Peter nichtWährend die Fifa, die sich nur um Nationalmannschaften und Spieler zu kümmern hat, eher eine "gewerkschaftsnahe" Haltung vertritt, hat sich die Uefa, die dank Champions League durch die Vereine lebt, auf die Seite der "Arbeitgeber" geschlagen. Die EU möchte aber im Transferstreit (Kündigungsrecht, Arbeitnehmerstatus, Ausbildungs-Entschädigung, Besonderheit des Fußballs) inzwischen zu einer Einigung mit allen Parteien der "Fußball-Familie" kommen und nicht als Spalter der Einheit aus Weltfußballverband, Europäischer Konföderation, Vereine und Spieler auftreten. "Schwarze Peter" haben sie in Brüssel genug. Rainer Kalb - sid
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| Geändert am 5. Februar 2001 14:42 von volontaer | |||||||