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Daviscup: 3:2 gegen Rumänien
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Daviscup in Braunschweig: 3:2 gegen Rumänien

Haas und Kiefer retten Viertelfinale

Braunschweig - Tommy Haas und Nicolas Kiefer haben das deutsche Daviscupteam zum 3:2 gegen Rumänien und damit ins Viertelfinale geführt, in dem vom 6. bis 8. April ein Auswärtsspiel in den Niederlanden ansteht. Haas hatte mit dem 6:3, 6:4, 7:6 (8:6) über Andrei Pavel zum 2:2 ausgeglichen, ehe Kiefer mit dem 6:3, 6: 1, 6:4 gegen Gabriel Trifu den Sieg perfekt machte.

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Fast schien alles verloren: David Prinosil und Marc Goellner unterlagen den Rumänen Pavel/Trifu

Der schien nach der unerwarteten 4:6, 4:6, 4:6-Niederlage des Doppels David Prinosil und Marc Goellner gegen Pavel und Trifu am Samstag fast schon verloren. Doch nun verbesserte Kiefer seine bisher eher bescheidende Daviscup-Bilanz auf 2:5 - zum Vergleich: Haas schraubte seine beeindruckende Daviscup-Statistik auf 11: 1 hoch.

...und am Ende gratulierte auch Boris Becker

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Tommy Haas: "Wenn ein Typ wie Boris Becker auftaucht, gibt das noch Extra-Motivation."

Haas nach seinem Sieg über Pawel: "Das war ein super Match von mir. Ich habe fast fehlerfrei gespielt",. Nach 2:22 Stunden nutzte er seinen ersten Matchball und wurde von den 6.000 Zuschauern in der Volkswagenhalle frenetisch gefeiert. Teamkapitän Carl-Uwe Steeb fiel seinem Leistungsträger erleichtert um den Hals, alle Teammitglieder klatschten ihn ab, und am Ende gratulierte auch Boris Becker, der sich das Match in der deutschen Loge angeschaut hatte.

"Wir hatten während des Spiels mehrmals Augenkontakt", sagte Tommy Haas: "Wenn ein Typ wie Boris Becker auftaucht, gibt das noch Extra-Motivation." Bei der Suche nach einem sportlichen Berater will er jetzt erneut um Becker werben. "Ich weiß inzwischen ganz gut, wie ich Tennis spielen muss", sagte Deutschland Nummer eins: "Ich brauche jemanden, den ich respektieren kann. Becker ist mit Abstand mein Favorit, aber ich glaube, er hat im Moment noch andere Sorgen."

"Tommy - immer ein Genuss"

Der dreimalige Wimbledonsieger war erstmals nach Bekanntwerden seiner privaten Verwicklungen wieder bei einem Tennis-Event erschienen. Eine Viertelstunde vor Matchbeginn betrat er ohne Begleitung die Halle und ging sofort in die deutsche Kabine. Als er eine Minute vor dem ersten Aufschlag seinen Platz einnahm, wurde er von den Fans lautstark gefeiert. "Da hatte ich eine Gänsehaut, als er von den Zuschauern begrüßt wurde", sagte Haas.

Die gute Stimmung der Fans blieb durch sein starkes Spiel erhalten, erstmals während des Wochenendes kam echte "Daviscup-Stimmung" mit rhythmischem Klatschen und Anfeuerungsrufen für Haas und auch für Pavel auf. "Tommy - immer ein Genuss" stand auf einem Plakat zu lesen. Der 14. im Champions Race der ATP zeigte in dem Match gegen Pavel seine beste Leistung in diesem Jahr. Er setzte den im ostwestfälischen Borgholzhausen lebenden Rumänen von Anfang an unter Druck und agierte über weite Strecken praktisch fehlerlos.

"Extra Druck, weil ich wusste, dass ich gewinnen muss

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Unter Druck noch besser: Haas

"Ich hatte extra Druck, weil ich wusste, dass ich gewinnen muss. Glücklicherweise konnte ich das ganz gut umsetzen", meinte der Hamburger. Nur gegen Ende der Partie, als bei einer 4:0-Führung im dritten Satz alles längst gelaufen schien, verlor er etwas die Konzentration. "Ab und zu drehe ich bei diesen klaren Spielständen durch, wenn ich meine Chancen nicht nutze", sagte er zu der vergebenen Möglichkeit zum 5:0: "Dann werde ich zum Tier und könnte alles kurz und klein schlagen." Opfer in dieser Phase wurde Steeb, mit dem sich Haas bei einem Seitenwechsel verbal anlegte.

Fast wäre die Sache durch diese Ausraster schief gegangen, als Pavel den Tiebreak erzwang und bei einer 6:2-Führung vier Satzbälle hatte. Gerade noch rechtzeitig aber konnte sich Haas wieder zusammenraufen und die Zuschauer im Wechselbad der Gefühle doch noch versöhnen. "Das Publikum hat mich extrem motiviert", meinte der erneut mit patriotisch schwarz-rot-goldener Kappe ausgerüstete Haas: "Wenn man für sein Land spielt, kann man nur gut spielen."

Starke Partie gegen Pawel - phasenweise Weltklasse

Die Partie erreichte vor allem in den ersten beiden Sätzen phasenweise absolute Weltklasse, da auch Pavel zunächst an seine guten Leistungen aus den ersten beiden Tagen anknüpfen konnte. Absoluter Höhepunkt war das vorentscheidende Break zum 5:3 im ersten Satz, als Haas mit einem Passierball und einem Stop in Weltklassemanier und unter größter Bedrängnis punktete. "Dieser Ballwechsel hat mich selbst überrascht", sagte der gebürtige Hamburger: "Ich habe mich sehr gut bewegt."

sid

Geändert am 11. Februar 2001 19:19 von to
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