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Drei WM-Titel und sieben MedaillenRodel-Express in Gold-Spur
Calgary - Die deutschen Rodler haben bei der WM in Calgary die goldene Spur nach Salt Lake City 2002 aufgenommen. "Riesig, aber kein Grund zum Abheben zwölf Monate vor Olympia", lautete die Zwischenbilanz von Verbandspräsident Klaus Kotter nach drei von vier Wettbewerben mit dreimal Gold und sieben von acht möglichen Medaillen. Für einen runden Abschluss sollten die Herren um Georg Hackl am Sonntag sorgen. Dem Doppelsieg der Teams waren am Samstag Erfolge durch Sylke Otto (Oberwiesenthal) und dem Überraschungs-Duo Andre Florschütz und Torsten Wustlich (Oberhof/Oberwiesentahl) vor den Winterbergern Steffen Skel und Steffen Wöller gefolgt. Nach dem Doppelschlag der "Zweisitzer" fuhren die deutschen Damen sogar auf die Plätze eins bis vier. "Tränen am Start" wegen Überraschungs-Doppel"Ich habe schon vor dem Start geweint", berichtete Sylke Otto, die ihren Titel vor Olympiasiegerin Silke Kraushaar (Oberhof), der Nagano-Zweiten Barbara Niedernhuber (Königssee) und Ex-Weltmeisterin Sonja Wiedemann (Hausham) erfolgreich verteidigte. Die Tränen rollten bei der blonden Sächsin aus Freude über den Coup von Klubkamerad Wustlich und seinem Thüringer "Piloten" Florschütz: "Sie sind mir beide so sympathisch."
Nach ihrem eigenen Triumph mit zweimal Bestzeit wurde sie von ihrem Fanklub stürmisch gefeiert, die schon vor der Goldfahrt T-Shirts mit dem Aufdruck "Sylke Otto - Weltmeisterin 2001" trugen. "Ihr seid wohl übergeschnappt", sprudelte es aus der 31-Jährigen heraus. Genau so zufrieden waren die Nächstplatzierten. "Eine WM-Medaille war das einzige, was mir noch gefehlt hat", meinte Nagano-Siegerin Silke Kraushaar. Noch glücklicher war Barbara Niedernhuber, deren Start bis zum Vorabend wegen einer Darminfektion "auf der Kippe" stand, wie Teamarzt Prof. Volker Jägemann bestätigte. Doch die Athletin wollte sich aus gutem Grund nicht kampflos geschlagen geben: "Nur die besten Drei sind für die nächste Saison bei uns gesetzt. Hat man es hier nicht aufs Treppchen geschafft, macht einen das im Sommer ganz fertig." Enorme Leistungsdichte im deutschen LagerDass die deutschen Rodler die Konkurrenz in Grund und Boden fahren, ist auch eine Folge der enormen Leistungsdichte im eigenen Lager. Silke Kraushaar: "Bei uns steht doch in jedem Jahr schon ab Oktober ständig eine WM auf dem Programm, wenn es in die internen Ausscheidungen geht."
Weil die "Reservebank" so gut besetzt ist, war selbst der Favoritensturz der Berchtesgadener Patric Leitner und Alexander Resch im Doppel kein Schock. Bei Schneetreiben und minus 18 Grad riskierten die Weltmeister von 1999/2000 zuviel, brachten sich "durch einen schweren Fahrfehler" (Bundestrainer Thomas Schwab) schon im ersten Lauf um alle Chancen und landeten nur auf Rang fünf. Ihre Nachfolge traten die beiden 24 Jahre alten Außenseiter Florschütz/Wustlich an, die als "drittes Doppel" im Teamwettbewerb noch Zuschauer waren. In der letzten Saison waren die WM-Vierten von 1999 nach einem Handbruch von "Untermann" Wustlich kaum zum Einsatz gekommen. Mit Bahnrekord sorgten sie nun im ersten Lauf für einen Paukenschlag. Den Routiniers Skel/Wöller blieb wie im Vorjahr nur Platz zwei, sie müssen weiter auf ihren ersten großen Erfolg warten. Weltpräsident: Überlegenheit ist für internationales Interesse bedenklichDer Ausfall von Leitner/Resch brachte wenigstens etwas mehr Farbe an den Fahnenmast: Bronze für Österreich gewannen die Vettern Markus und Tobias Schiegl aus der Nähe von Kufstein, die Weltmeister von 1996/97. Der deutsche Weltpräsident Josef Fendt: "Natürlich schlagen zwei Herzen in meiner Brust, aber diese Überlegenheit ist für das internationale Interesse schon bedenklich. Dieter Hennig, sid
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| Geändert am 25. Februar 2001 15:30 von to | |||||||||||||