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Hilde Gerg gewinnt in Are letzte Abfahrt der Saison

Gewagter Ritt auf welliger Piste

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Hilde Gerg kann es kaum glauben: Gut ein Jahr nach ihrer schweren Verletzung steht sie wieder ganz oben auf dem Podest.

Are - Hilde Gerg hat im grauen Skandinavien den goldenen Schlusspunkt einer Saison voller Höhen und Tiefen gesetzt.

Bei der letzten Weltcup-Abfahrt im schwedischen Are raste die 25 Jahre alte Lenggrieserin zu ihrem ersten Sieg seit mehr als zwei Jahren und krönte damit ihr Comeback nach ihrer schweren Verletzung (Schien- und Wadenbeinbruch) vor 13 Monaten. "Es ist mir sehr schwer gefallen, aber trotz der schlechten Sicht habe ich mich gut überwinden können. Das war das Wichtigste", stellte die WM-Dritte im Super-G nach ihrem gewagten Ritt auf der welligen Olympiapiste zufrieden fest.

"Heute hat sich ein absoluter Traum erfüllt. Es war mein großes Ziel, mit einem guten Gefühl in den Sommer zu gehen. Das ist mir perfekt gelungen."

In 1:16,56 Minuten siegte Hilde Gerg überlegen vor der Italienerin Isolde Kostner (1:16,87), die erstmals den Abfahrts-Weltcup gewann und damit die Nachfolge der immer noch verletzten Regina Häusl (Bad Reichenhall) antrat. "Es war keine optimale Fahrt, aber ich kann mich nicht beklagen. Ich bin gut durch den ganzen Winter gekommen", sagte die WM-Zweite im Super-G und verabschiedete sich ebenfalls lächelnd: "Ich freue mich riesig über die kleine Kugel."

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Der Abfahrtsweltcup geht an Isolde Kostner. Die Italienerin wurde in Are Zweite hinter Hilde Gerg.

Götschl stinksaurer

Ihre einzige Konkurrentin, die Österreicherin Renate Götschl, stapfte nach ihrem Sturz hingegen wortlos davon. Vor allem im Kampf um den Gesamt-Weltcup büßte die Titelverteidigerin wertvolle Punkte ein. Mit 1.157 Punkten liegt Götschl weiter 39 Punkte hinter der Kroatin Janica Kostelic (1.196), die trotz einer Meniskusverletzung bei den letzten drei Rennen in Are (Super-G, Riesenslalom, Slalom) starten will.

Erneuter Triumph für Maier

Der große Sieger von Are hieß einmal mehr Hermann Maier. Mit seinem zwölften Saisonsieg schnappte der "Herminator" (1:24,20) seinem Landsmann Stephan Eberharter (1:24,55) den Abfahrts-Weltcup noch weg, nur 14 Punkte lag Maier (576) am Ende vor dem Erzrivalen und "ewigen Zweiten". Der Doppel-Olympiasieger, der bereits den Gesamt-Weltcup und den Super-G-Weltcup gewonnen hat, jagt nun den Rekord des Schweden Ingemar Stenmark, der in der Saison 1978/79 gleich 13-Mal siegte.

Eckert nur auf Platz 19:

Florian Eckert musste sich nach den beiden zweiten Plätzen in Kvitjell diesmal mit Platz 19 begnügen. "Das stinkt mir gewaltig", gab der 22-jährige Lenggrieser zu: "Wenn man nicht tief fliegt, kriegt man eben eine paniert." Zudem musste er eine Geldstrafe von 2.500 Franken (3.200 Mark) zahlen, weil er am Vortag nach seinem Trainingssturz noch im Renn-Tempo ins Ziel gefahren war.

Lohn der Mühen für Gerg: 102.000 Mark weiterblättern
 
Geändert am 8. Maerz 2001 13:49 von sab
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