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Bush sieht Nordkorea als BedrohungTreffen mit Südkoreas Präsident Kim - Powell kündigtWashington - Die neue US-Regierung von Präsident George W. Bush betrachtet Nordkorea als Bedrohung und will die Gespräche mit dem kommunistischen Land vorerst nicht weiterführen. Bush sagte nach einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung am Mittwoch in Washington, er stehe dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il skeptisch gegenüber. US-Außenminister Colin Powell betonte, die Verhandlungen blieben so lange unterbrochen, bis das Verhältnis zu Nordkorea einer grundlegenden Prüfung unterzogen sei.
Das Gespräch zwischen Bush und Kim, dem Friedensnobelpreisträger des vergangenen Jahres, wurde als offen und frei bezeichnet, was Beobachter als Indiz für unterschiedliche Positionen werteten. Bush lobte Kim für seine Entspannungspolitik gegenüber Nordkorea, forderte ihn jedoch zu Vorsicht bei weiteren Verhandlungen mit Kim Jong Il auf. Jedes Abkommen mit Pjöngjang zur Begrenzung seines Raketenprogramms müsse auf Überprüfbarkeit beruhen. Bush warf Pjöngjang vor, Massenvernichtungswaffen weltweit zu verbreiten. Kim versprach Bush, die USA über die fortlaufenden Verhandlungen mit Nordkorea zu unterrichten. Drohung mit AtomwaffenprogrammDie Erklärung Powells am Mittwoch bedeutete eine Abkehr von seinen Äußerungen vom Vortag. Am Dienstag hatte er gesagt, das Weiße Haus wolle die vom früheren Präsidenten Bill Clinton begonnenen Verhandlungen weiterführen. Aus dem Weißen Haus verlautete am Mittwoch ferner, Bush habe keine Pläne für einen Besuch in Nordkorea. Dies weist ebenfalls auf eine Abkehr der Politik Clintons hin, der eine Reise nach Pjöngjang erwogen hatte. Nordkorea hat in der vergangenen Woche aus Unmut über die abwartende Haltung der neuen US-Regierung damit gedroht, sein Atomwaffenprogramm wieder aufzunehmen. AP - Foto: AP
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| Geändert am 8. Maerz 2001 10:50 von aj | |||||||