|
|
||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||
So 29.04.2001
|
37. DFB-Bundestag: Kämpferischer Mayer-Vorfelder neuer DFB-BossKein "König ohne Reich"
Magdeburg - Gerhard Mayer-Vorfelder ist neuer Chef von 6. 255.299 organisierten Fußballern in Deutschland. Auf dem 37. ordentlichen Bundestag in Magdeburg wurde der 68-jährige Stuttgarter mit 254 von 256 Delegiertenstimmen bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung im Maritim Hotel zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Nachfolger von Egidius Braun gewählt, der sich nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Der 76 Jahre alte Aachener Braun war am Freitag zum Auftakt des Bundestages beim Festakt offiziell verabschiedet und zum Ehrenpräsidenten gewählt worden. Die Gegenstimme stammt vom Schatzmeister des bayerischen Fußball-Verbandes, Günther Lommer. "Ich bin überzeugt, dass sie dank Ihrer langjährigen Erfahrungen in bedeutenden Funktionen die weitere Entwicklung des DFB positiv gestalten werden", beglückwünschte Bundeskanzler Gerhard Schröder den ehemaligen Kultus- und Finanzminister von Baden-Württemberg in einer Grußadresse. "Er hat was nachzuweisen. Er kennt die Strukturen wie kein Zweiter", kommentierte Bayern Münchens Vereins-Boss und Präsident des WM-Organisationskomitess für 2006, Franz Beckenbauer, das eindeutige Votum. "MV" erhielt ein Traumergebnis von 99,23 Prozent - solche Ergebnisse gab es früher wohl nur zu SED-Zeiten in der DDR... " Ein Tiger mit Zähnen Mayer-Vorderfelder geht als neunter Präsident in die 101-jährige DFB-Geschichte und erster Mann aus dem Profi-Fußball im höchsten Amt in die Annalen ein. In einer kämpferischen 45-Minuten-Rede ließ "MV" keinen Zweifel an seiner Intention, die Zügel im größten Sportfachverband der Welt fest in die Hand zu nehmen, auch wenn die Selbstständigkeit des neugegründeten Liga-Verbandes in Magdeburg erstmals umgesetzt wurde. "Wenn irgendjemand meint, ich sei ein Tiger ohne Zähne oder ein König ohne Reich, denen werde ich zeigen, was ich bin. Die Toskana kann warten", schloss Mayer-Vorfelder seinen Vortrag und in Anlehnung an den Ratschlag guter Freunde, "doch in der Toskana die Beine hochzulegen". "Wir müssen finanziell an die Schmerzgrenze gehen" |
|
||||||||||||||||
|
Zuletzt geändert am 29. April 2001 12:52 von tea |
||||||||||||||||||