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So 29.04.2001
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Amstel Gold Race: Pannen-Serie stoppt Zabel - Armstrong Spitze"Fliegender Holländer" Dekker macht das Rennen
Maastricht - Jan Ullrich sucht im Giro nach dem Stein der Weisen, Lance Armstrong hat ihn schon gefunden. Zwei Monate vor der Tour de France zeigte sich der Texaner beim Amstel Gold Race in bestechender Form und musste sich nur dem "fliegenden Holländer" Erik Dekker beugen. Bei dem Merdinger dagegen muss in den nächsten Wochen noch der Schweiß in Strömen fließen, wenn er den Rückstand wettmachen will. "Das kann doch nur zusätzlicher Ansporn für Jan zur harten Arbeit sein", glaubt Telekoms sportlicher Leiter Rudy Pevenage. Ullrichs Premiere beim Giro (19.5.-10.6.) und der Verzicht auf die Deutschland-Tour (29.5.-4.6.) zeigt, dass der 27-Jährige mit aller Kraft seinen zweiten Tour-Sieg nach 1997 verwirklichen und Armstrong vom Thron stoßen will. "Die Entscheidung ist mir wegen der deutschen Fans nicht leicht gefallen, aber die sportlichen Argumente haben mich überzeugt", sagte er. Jan Ullrich will alles für die Mannschaft geben Nach der Berner Rundfahrt reiste Ullrich nach Frankfurt. Dort erwarten am Dienstag Hunderttausende bei Rund um den Henninger Turm seinen vorerst letzten heimischen Auftritt: "Gewinnen kann ich noch nicht, aber ich werde alles für die Mannschaft geben." Anschließend hat er nur noch den Start zur "Großen Schleife" am 7. Juli in Dünkirchen vor Augen: "Im letzten Jahr kam ich zehn Tage zu spät in Form, das soll mir diesmal nicht wieder passieren." Teamarzt Dr. Lothar Heinrich plädierte auch deshalb für den Giro: "Drei Wochen schwere Rennen sind für Jan ideal, auch das Wetter spricht für Italien." Pevenage: "Er kann es locker angehen, ist nicht unter Druck, erst die letzte Woche wird für ihn zum richtigen Test." "Ich ziehe vor Armstrong meinen Hut"
Teamchef Walter Godefroot sieht keinen Grund zur Panik: "Ich ziehe vor Armstrong meinen Hut, aber nicht erst seit heute. Jan weiß am besten, wie er das einzuschätzen hat. Er fährt im Giro nicht auf Sieg. Wichtig ist nur, ihn in optimaler Verfassung zu beenden." Die knapp vier Wochen danach bis zum Tour-Auftakt am 7. Juli reichen laut Heinrich zur Regeneration: "Das ist eben Jans großes Plus, dass er sich immer sehr schnell wieder erholt." Die Latte liegt nach Armstrongs Amstel-Auftritt sehr hoch. "Das war ein guter Auftakt für die nächsten Wochen. Ich habe gesehen, dass meine Kondition stimmt", zeigte sich der 29-Jährige zufrieden: "Auch vor meinem ersten Toursieg 1999 war ich beim Amstel Zweiter, das ist ein gutes Omen." 40 km vor dem Ziel hatte er das Feld gesprengt, nur Dekker konnte folgen, mit drei Etappensiegen der Shootingstar der Tour 2000. Im Sprint nach 254,6 km ließ sich der Rabobank-Mann den Heimsieg nicht nehmen und übernahm auch die Weltcupführung. Für Erik Zabel ist der Weltcup-Zug fast abgefahren |
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Zuletzt geändert am 29. April 2001 13:28 von tea |
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