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So 05.08.2001
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Rad: Ullrich/Klöden bei Paarzeitfahren in Karlsruhe nur auf Platz fünfLangsamer Tritt trotz guter FormKarlsruhe - Jan Ullrich muss sich nicht nur bei der Tour de France in Geduld üben. "Ich komme einfach so lange wieder, bis ich gewinne", kündigte der 27 Jahre alte Rad-Profi beim Paar- Zeitfahren an, das er in Karslruhe erneut nicht für sich entscheiden konnte. Wie schon im Vorjahr erreichte der Olympiasieger vom Team Telekom ausgerechnet in der Nähe seiner Wahlheimat Merdingen und bei seinem Debüt in Deutschland nach dem zweiten Platz bei der Tour de France nur den fünften Platz.
"Man ist zwar gut in Form, aber irgendwie lahmarschig", fand Ullrich recht deutliche Worte, um seine derzeitige Verfassung sechs Tage nach dem Tour-Kehraus zu beschreiben. Von einer gewissen Trägheit war beim deutschen Straßen-Meister allerdings weder auf der Strecke noch außerhalb des 12 km langen Rundkurses, der nach Veranstalterangaben von rund 190.000 Zuschauern gesäumt wurde, nichts zu spüren. Braun gebrannt, schlank und mit modischem Kinnbart präsentierte sich der gebürtige Rostocker seinen Fans. Bereitwillig gab er vor dem Rennen selbst den Dienst habenden Polizisten Autogramme. Klöden schwächelte am Ende "Natürlich habe ich die drei Wochen aber noch nicht ganz verkraftet", meinte Ullrich zu den Strapazen des schwierigsten Rundfahrt-Rennens der Welt. Ein spezielles Vorbereitungsprogramm hatten Ullrich und Zeitfahr-Partner Andreas Klöden (Chemnitz) für den Auftritt in Karlsruhe aber nicht absolviert. "Man kann eh nur 72 km lang drauftreten", meinte Ullrich. Dies gelang dem Tour-Gewinner von 1997 aber nicht, weil der 26-jährige Klöden nach einer furiosen Anfangsrunde mit zunehmendem Rennverlauf schwächelte. Moreau/Brard am Ende vorn Sportlich sprangen dafür Jens Lehmann (Gera), 33 Jahre alter Mannschafts-Olympiasieger und Doppel-Weltmeister auf der Bahn, sowie der ein Jahr jüngere Thomas Liese (Leipzig), deutscher Meister im Einzelzeitfahren, in die Bresche. Die beiden vom zweitklassigen Team Nürnberger beherrschten lange Zeit das Rennen und fanden erst in der letzten Runde in den Franzosen Christophe Moreau/Florent Brard (1:25:21 Stunde) mit einem minimalen Rückstand von vier Sekunden ihre Meister. "Das ist für mich aber wie ein Sieg", meinte der über sich selbst überraschte Lehmann. Ullrich: Wieder kein Sieg im Kampf gegen die Uhr Dagegen verschwand Ullrich nach dem Rennen und 1:47 Minuten Rückstand auf das Siegerduo wortlos im Wohnmobil seines Arbeitgebers. Nach seinem vierten zweiten Platz bei der Tour de France muss Ullrich seit September 1999 auch auf einen weiteren Sieg im Kampf gegen die Uhr warten. Damals hatte er sich im Zeitfahren bei der Vuelta behauptet, die er anschließend zum ersten und bislang einzigen Mal auch gewonnen hatte. Im selben Jahr hatte er sich außerdem den Weltmeisterschafts-Titel im Einzelzeitfahren geholt. Von Jens Marx, dpa - Fotos: dpa, AP |
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Zuletzt geändert am 5. August 2001 12:29 von sab |
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