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So 28.10.2001
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Fehlstart in den Olympia-Winter: Ertl und Gerg abgeschlagenIm ewigen Eis von Sölden ausgerutscht
Sölden - Mit einem kapitalen Fehlstart im ewigen Eis sind die deutschen Ski-Asse mit Martina Ertl und Hilde Gerg an der Spitze in den Olympia-Winter gerutscht. "Das war ein enttäuschender Auftakt. Wir haben noch großen Nachholbedarf", gab Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier nach dem schlechtesten Saison-Start seit Einführung der Gletscher-Rennen vor acht Jahren unumwunden zu. Der "Goldschmied" der alpinen Ski-Fahrerinnen hofft nach der Pleite im ersten Riesenslalom der Saison in Sölden auf die Weltcup-Rennen vom 22. November bis 2. Dezember in den USA: "Da wird alles anders." Während Abfahrts-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister (Österreich) die 307 Tage dauernde Siegesserie der Schweizer Riesenslalom- Weltmeisterin Sonja Nef mit einem Vorsprung von 41 Hundertstel- Sekunden beendete, fuhren die deutschen Ski-Asse in der schnellen Technik-Disziplin noch nicht einmal unter die ersten 20. Vier Wochen nach ihrer Meniskus-Operation war Kombinations-Weltmeisterin und Vorjahres-Gewinnerin Martina Ertl am Samstag in Sölden bei Kaiserwetter als 25. einmal mehr beste deutsche alpine Skifahrerin.
Knie hält, aber Sicherheit fehlt "Das Knie hält, aber die Sicherheit fehlt. Ich bin froh, dass ich überhaupt dabei war", sagte sie. Petra Haltmayr (Rettenberg) rutschte auf dem für die Damen schwierigsten Weltcup-Hang der Saison lediglich auf Platz 29. Slalom-Olympiasiegerin Hilde Gerg konnte sich dagegen für den zweiten Lauf erst gar nicht qualifizieren. Die WM-Dritte im Super-G von St. Anton beendete den stimmungsvollen Weltcup-Auftakt vor gut 10.000 Zuschauern auf 3000 m über Meereshöhe mit dem 35. Platz: "Die Scharte", sagte die "wilde Hilde", "würde ich am liebsten sofort wieder ausbügeln." Austria feiert Michaela Dorfmeister Bei den Österreichern dagegen wurde gejubelt. "Eine rotweißrote Hauptrolle im Werbefilm", titelte der "Kurier" am Sonntag. "Das war ein Traumstart. So kann es weitergehen", fand Michaela Dorfmeister, die unter dem Sternenhimmel bei der Siegerehrung in dem Wintersport- Dorf im Ötztal kräftig gefeiert wurde. "Das ist unglaublich", freute sich die Österreicherin nach ihrem zehnten Weltcupsieg. Ihre Ski hatte die 28-Jährige vor der Saison um neun Zentimeter gekürzt. Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud (Frankreich) wurde Dritte, lag allerdings bereits 1,6 Sekunden hinter der stolzen Siegerin. Gerg: Der Winter ist noch lang Gar 3,69 Sekunden, Welten im Skisport, war Martina Ertl langsamer als Michaela Dorfmeister. "Mir hat die Sicherheit gefehlt. Da sind viele kleine Dinge zusammengekommen", sagte die 28-jährige, die von ihrer Verletzung aus der Bahn geworfen worden ist und nach der Genesung auf bessere Zeiten hofft. Auch Hilde Gerg glaubt nach dem umstrittenen Weltcup-Auftakt mitten im Herbst an ein Happy End im Olympia-Winter: "Es ist noch Zeit. Die Saison ist noch lang." Von Volker Gundrum, dpa - Fotos: AP, dpa |
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Zuletzt geändert am 28. Oktober 2001 10:51 von sab