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So 28.10.2001
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2. Liga: Mainz setzt Höhenflug fort, Eintracht Frankfurt macht Boden gutTrainerposse wird ein Fall für RechtsanwälteEine unglaubliche Trainerposse bei der SpVgg Greuther Fürth, ein Startrekord des FSV Mainz 05, Freudentränen bei Pierre Littbarski über den ersten Saisonsieg mit dem MSV Duisburg sowie eine "erwachte" Frankfurter Eintracht: Der Unterhaltungswert der zweiten Fußball-Bundesliga war auch am 11. Spieltag ungewöhnlich hoch.
Die 2:4-Pleite von Greuther Fürth unter Führung des bisherigen Co-Trainers Werner Dreßel geriet im Wildparkstadion von Karlsruhe eher zur Nebensache. Vielmehr musste Präsident Helmut Hack das Hickhack im Verein um Ex-Chefcoach Paul Hesselbach erklären: "Die Mannschaft kann ich doch nicht im Bus auf den Trainer warten lassen, ich musste mit Werner Dreßel sprechen, und er hat es gemacht. Jetzt müssen wir enger zusammenrücken und uns intensiv um einen neuen Trainer kümmern." Streit mit Mirko Reichel als Auslöser Hesselbach, der erst vor rund zwei Monaten den Job auf der Bank der SpVgg Greuther Fürth übernommen hatte, dementierte kurioserweise ein paar Stunden vor dem Anpfiff seinen freiwilligen Abgang - ein Fall für die Rechtsanwälte. Nach einem Streit im Training am Freitag mit Kapitän Mirko Reichel hatte sich Hesselbach unmittelbar vor der Abreise im Schlichtungsgespräch mit dem Vereinsboss förmlich aus dem Staub gemacht. Köstner wird schon als Nachfolger gehandelt Top-Favorit für den freien Posten ist übrigens Lorenz-Günther Köstner, dessen letzter Verein SpVgg Unterhaching im sechsten Spiel unter Rainer Adrion gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1 die erste Niederlage kassierte. Auch nicht alltäglich: Der Andrang an den Kassen durch die insgesamt 9.000 Zuschauer sorgte für eine zehnminütige Verzögerung des Anpfiffs. Mainz: Manager Heidel muss kräftig Prämien zahlen Beim Spitzenreiter Mainz herrschte nach dem 4:1 gegen Schweinfurt 05 ausgelassene Freude über die neue Bestmarke von 28 Zählern aus elf Spielen. Der später aufgestiegene 1. FC Nürnberg hatte im Vorjahr lediglich 27 Zähler eingefahren. Trainer Jürgen Klopp meinte lachend: "Der Startrekord bedeutet den größten Erfolg für Mainz seit der Amateurmeisterschaft." Und dieser Titelgewinn datiert immerhin aus dem Jahre 1982. Der anhaltende Höhenflug kommt den Rheinhessen langsam teuer zu stehen. Pro Sieg streicht die Truppe immerhin 100.000 Mark Prämie ein - neun "Dreier" stehen bereits zu Buche. "Da darf man aber nicht an die Schatulle denken. Das kriegen wir schon hin", sagte FSV-Manager Christian Heidel. Freudentränen bei Pierre Littbarski Auch Weltmeister Littbarski wird wohl kaum an die Moneten gedacht haben, als er sich in seiner Berliner Heimat ein paar Freudentränchen aus dem Auge wischte: Das 1:0 gegen Union war das Ende einer Leidenszeit von zehn Partien ohne Sieg mit dem MSV und zugleich sein erster Erfolg als Cheftrainer in Deutschland überhaupt. Jörg Berger, als "Feuerwehrmann" kein Anfänger im Geschäft, feierte mit Alemannia Aachen beim 3:2 gegen Arminia Bielefeld immerhin im dritten Spiel den ersten Sieg. Bochum gewann in letzter Minute Auf die ersten Heimpunkte wartet Rot-Weiß Oberhausen auch noch nach sechs Spielen - 0:1 hieß es gegen den SSV Reutlingen. Die Entlassung von Karsten Baumann und Achim Weber rüttelte die RWO-Truppe augenscheinlich nicht wach. Oberhausen ist weiter punktgleich mit Schlusslicht Saarbrücken, das in Bochum trotz einer 2:1-Führung bis zur 88. Minute noch mit 2:3 verlor. Der SV Babelsberg, ebenfalls tief im Abstiegskampf, holte nach fünf Niederlagen hintereinander in Ahlen (1:1) zumindest wieder einmal einen Zähler. Von Torsten Teichert, sid - Foto: dpa |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||
Zuletzt geändert am 28. Oktober 2001 17:40 von sab