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Di 13.11.2001
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Tennis-Masters in Sydney: Kuerten verliert Match und 20 PunkteKampf um die Nummer eins wird zum KrimiSydney - Nach 111 Minuten hatte "Hallenmuffel" Gustavo Kuerten nicht nur sein Auftaktmatch, sondern auch die ersten 20 Punkte auf die lauernden "Gipfelstürmer" Lleyton Hewitt und Andre Agassi verloren. Die Nummer 1 der Tennis-Welt aus Brasilien unterlag beim Hallen Masters der acht besten Profis in Sydney dem Kroaten Goran Ivanisevic mit 2:6, 7:6 (7:2), 4:6. Der Vorsprung von Titelverteidiger Kuerten im Champions Race auf Verfolger Hewitt (Australien) schmolz damit von 48 auf 28 Zähler.
Doch auch der 31 Jahre alte Amerikaner Agassi darf sich Hoffnungen machen: Mit einem Sieg im Finale am Sonntag könnte der "Jung-Papa" die älteste Nummer 1 der Tennis-Geschichte werden. "Jetzt wird´s schwer" "Es war heute schwer für mich, überhaupt richtig ins Match zu kommen. Ich schien gar nicht zu wissen, was ich da tue", gab Kuerten zu und ahnte schon: "Jetzt wird' schwer. Ich hätte gewinnen sollen, um eine Chance aufs Halbfinale zu haben." Der Sandplatz-Spezialist aus dem brasilianischen Florianopolis konnte zuletzt bei vier Hallenturnieren nur ein einziges Match für sich verbuchen. Ivanisevic schlug 28 Asse Auch diesmal war der 25-Jährige machtlos: Ivanisevic schlug 28 Asse, gewann das Match, eroberte die Herzen der 6000 Fans im SuperDome und war mit seiner Vorstellung zufrieden: "Ich habe auf einem sehr hohen Niveau gespielt." Der Weltranglistemn-13. Ivanisevic hatte sich für Sydney nur durch die Hintertür qualifiziert: Er profitierte von der ATP-Regel, die Grand-Slam-Siegern eine Teilnahme garantiert, sofern sie unter den Top 20 stehen. Für Kuerten bleibt nur das Prinzip Hoffnung: Auch im Vorjahr hatte er in Lissabon sein Auftaktspiel (gegen Agassi) verloren; beim "Wiedersehen" im Finale schlug er den Amerikaner dann und bestieg den Tennis-Thron.
Kafelnikow mit Auftaktsieg Erste Spitzenreiter in der Ken-Rosewall-Gruppe sind damit Wimbledon-Gewinner Ivanisevic und Jewgeni Kafelnikow. Der 27 Jahre alte Russe hatte sich zuvor gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero mit 4:6, 6:1, 7:6 (7:5) behauptet. Nach 2:16 Stunden war die Partie entschieden. Das Turnier der acht besten Tennisprofis der Saison 2001 ist mit 3,7 Millionen Dollar dotiert. Ferrero wehrte sich tapfer Kafelnikows Spielanalyse fiel angesichts des Zittersieges recht selbstkritisch aus. "Ich kann viel, viel besser spielen", meinte der Olympiasieger aus Sotschi. "Es war ein hartes Match, und schließlich entschieden ein paar Punkte im Tiebreak." Für Routinier Kafelnikow begann sein siebtes Saison-Finalturnier in Serie mit mehreren Zittereinlagen. Er verlor den ersten Satz und musste trotz 4:1-Führung im dritten Durchgang noch in den Tiebreak. Ferrero kämpfte sich trotz 0:3- und 2:5-Rückstandes tapfer auf 4:5 heran, bevor der Russe mit einem Ass die Vorentscheidung erzwang und seinen zweiten Matchball verwandelte. Dennoch konnte Masters-Debütant Ferrero erhobenen Hauptes vom Platz gehen. "Ich bin ein bisschen traurig", sagte der erst 21 Jahre alte Spanier, dem die Zukunft gehört. Und der Masters-Turnier-Sieger von Rom erklärte auch, warum er nicht ganz zufrieden war: "Ich kann ein bisschen besser spielen." Von Kim Bremer, dpa - Fotos: AP, dpa |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | ||||||||||||||
Zuletzt geändert am 13. November 2001 16:47 von sab